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Am Anfang war die Schuld

Informationen:

Titel: „Am Anfang war die Schuld“

Einzelband

Autorin: Jane Shemilt

Genre: Krimi

Länge: 448 Seiten

Preis: 8,99€

Taschenbuch

Verlag: blanvalet

Erscheinungsdatum: 18. Juli 2016

ISBN: 978-3734101236

Bewertung: 4/5 Sterne

Buchbeschreibung:

Jenny Malcom ist sich sicher, alles im Griff zu haben. Ihren Job als Ärztin, ihre Rolle als Mutter von drei Teenagern und ihre Ehe. Alles läuft perfekt. Bis zu dem Abend, an dem ihre fünfzehnjährige Tochter nicht nach Hause kommt. Bange Stunden des Hoffens folgen, bis klar wird: Naomi ist spurlos verschwunden. Und plötzlich bricht Jennys perfekt organisierte Welt zusammen. Während die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren laufen, steht die Familie Malcom vor den Trümmern ihres Lebens. Und Jenny beginnt zu ahnen, dass sie ihre Tochter doch nicht so gut kannte, wie sie immer gedacht hat …

Meine Meinung:

Das Cover dieses Buches ist nichtssagend und langweilig, der Untertitel „Ein fremder Mensch lebt in deinem Haus. Es ist deine Tochter.“ völlig unpassend. Im Großen und Ganzen hätte es mich in einem Buchhandel überhaupt nicht angesprochen. Weshalb ich „Am Anfang war die Schuld“ dennoch weiterempfehlen kann, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Die Autorin legt einen sehr düsteren, fast schon deprimierenden Tonfall an den Tag, was mir gut gefallen hat. Im Buch wird mit zwei verschiedenen Zeitebenen gearbeitet, was an sich eine gute Idee ist. An manchen Stellen jedoch nimmt sich der Roman dadurch selbst die Spannung, da man als Leser bestimmte Sachen schon weiß. Infolgedessen sind einige Szenen des Buches äußerst langatmig und tragen nichts zur Handlung bei. Das Buch hätte an der ein oder anderen Stelle ruhig um ein paar Seiten gekürzt werden können. Dadurch würde, denke ich, die emotionale Entwicklung der Protagonistin, die mit diesen langatmigen Stellen verdeutlicht werden soll, nicht darunter leiden.

Die handelnden Figuren haben mir im Großen und Ganzen gut gefallen, obwohl manchmal die Charaktere etwas eindimensional und blass wirken und man hier an Tiefgang hätte zulegen können.

Die Handlung in der gesamten Übersicht bietet keine großen Wendungen, die „Am Anfang war die Schuld“ zu einem rasant spannenden Thriller machen, sondern der Roman arbeitet mit einer ruhigen, fast schon sanften Erzählweise, die mit bedrohlich düsterer Atmosphäre daherkommt. Jedoch wirken einige Fortschritte in der Ermittlung sehr konstruiert und unlogisch.

Das Ende fand ich großartig; es lässt viele Spekulationen zu und regt dem Leser auf den letzten Seiten noch einmal groß zum Nachdenken an.

Der Roman „Am Anfang war die Schuld“ besteht aus vielen verschiedenen Facetten, die sich im Laufe des Buches zu einem Ganzen verdichten. Dabei ist er an keiner Stelle vorhersehbar, aber auch nicht groß überraschend, da man das Grundkonzept solcher Bücher bereits kennt. Das Besondere ist hier eher die Erzählweise.

Fazit:

Ein ruhiger, düsterer Thriller mit einem überraschenden, großartigen Ende. Trotz einiger Makel spreche ich hier eine klare Leseempfehlung aus.

Bewertung:

Genrewertung: 8/10

Gesamtwertung: 7,5/10

4 Sterne

Das entspricht noch guten vier von fünf möglichen Sternen.

Danke an den blanvalet Verlag für das Leseexemplar!

#Roman #Thriller

Johannes Streb

Die Begeisterung für die Medienwelt begeistert mich schon seit meiner Kindheit: immer die Nase in einem Buch, einen Kopfhörer im Ohr, die Finger auf den Tasten. Seit mehreren Jahren nun führe ich den Blog "Der Medienblogger", auf dem ich bereits über 300 Rezensionen zu Buch, Film und Serie veröffentlicht habe. Dieses Jahr startete ich mit einer Schweizer Bloggerin den Podcast "findichauch." als feuilletonistischen Dialog über zeitgenössische Literatur. Zudem spiele ich leidenschaftlich Theater und bin großer Fan von Lady Gaga und dem Eurovision Song Contest.

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