3 Sterne Bücher

Bluescreen

Informationen:

Buchcover

„Bluescreen“

Ein Mirador-Roman

geschrieben: Dan Wells

übersetzt: Jürgen Langowski

Verlag: Piper Fantasy

Preis: 12,99€

364 Seiten

Taschenbuch

Genre: Science-Fiction-Thriller

Buchbeschreibung:

Nach den Bestsellern um den Serienkiller John Cleaver führt Dan Wells in eine Zukunft, die erschreckend schnell Realität werden kann: Los Angeles im Jahr 2050 ist eine Stadt, in der du tun und lassen kannst, was du willst – solange du vernetzt bist. Durch das Djinni, ein Implantat direkt in deinem Kopf, bist du 24 Stunden am Tag online. Für die Menschen ist das wie Sauerstoff zum Leben – auch für die junge Marisa. Sie wohnt im Stadtteil Mirador, doch ihre wirkliche Welt ist das Netz. Und sie findet heraus, dass darin ein dunkler Feind lauert. Als sie an die virtuelle Droge Bluescreen gerät, die Jugendlichen einen sicheren Rausch verspricht, stößt Marisa auf eine Verschwörung, die größer ist, als sie je ahnen könnte …

Meine Meinung:

Danke für das Leseexemplar vom Piper Verlag!

Nach dem Klappentext erwartete ich einen Science-Fiction-Thriller, keine großartig neue Story, jedoch mit Spannung. Ein Buch eben, das nicht so lange im Gedächtnis bleibt, aber trotzdem gute Unterhaltung bietet. Dan Wells bietet uns ein gut ausgearbeitetes Szenario mit einem sinnvollen Spannungsbogen. Der Schreibstil ist, abgesehen von einigen Stellen, an denen zu viele technische Begriffe verwendet werden, sodass ein „Normalsterblicher“ manchmal Schwierigkeiten besitzt, dem Geschehen zu folgen, flüssig und prima zu lesen. Die Grundidee spannend, die Umsetzung ebenfalls. Jedoch hat der Roman mit zwei großen Schwierigkeiten zu kämpfen: Die Figuren und Protagonisten sind viel zu eindimensional und uneinsichtig, was mich beim Lesen sehr gestört hat. Vor allem die Hauptperson stellt für mich einen großen Minuspunkt dar, da man ihre Gedanken und Gefühle nicht nachvollziehen kann, denn Emotionen o.Ä. fehlen hier einfach völlig. Hier hätten etwas mehr Tiefgang und eine persönlichere Schreibweise sicherlich nicht geschadet. Und zweitens ist das Ende für mich viel zu konstruiert, denn bei dem kleinen Repertoire an Figuren in diesem Roman bleibt nicht mehr viel Platz für große Überraschungen übrig. Diesen hätte man erweitern können. Und damit ist „Bluescreen“ leider nur das, was ich befürchtet hatte: ein solider, jedoch nicht herausragender Roman. Schade, denn hier wäre mehr Potenzial drin gewesen. Dennoch kann ich hier eine Leseempfehlung für diejenigen aussprechen, die Genre-Fans sind.

Fazit:

Insgesamt ein guter Technik-Thriller mit tollem Spannungsbogen, interessantem Szenario, aber leider viel zu wenig Tiefgang.

Humor *

Spannung **

Action *

Gefühl

Genrewertung: 7/10

Gesamtwertung: 6,5/10

#ScienceFiction