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Das Angstexperiment

Informationen:

Titel: ‚Das Angstexperiment‘

Einzelband

Horror

Autor: J.A. Konrath

Übersetzung: Kerstin Fricke

Seitenzahl: 320

Preis: 9,99€

Taschenbuch

AmazonCrossing Verlag

Erscheinungsdatum: 6. Juni ’17

ISBN: 978-1477809211

Buchbeschreibung:

Besiege deine Angst. Oder stirb.

Eine Million Dollar: So viel bekommt jeder von ihnen, wenn er eine einzige Nacht in dem Butler-Haus überlebt, diesem Ort des Schreckens. Unvorstellbar sadistische Morde wurden hier begangen, seitdem soll etwas Böses in dem alten Gemäuer spuken. Für die acht Testpersonen kein Problem, glauben sie: Sie haben gelernt, sich zu verteidigen.

Das Experiment beginnt – und das Grauen erwacht. Etwas greift sie an, nimmt sie gefangen, weckt in ihnen Angst jenseits aller Vorstellungskraft. Aber sind es wirklich Geister, die ihren Tod wollen? Oder ist es etwas Reales? Sie haben nur zwei Möglichkeiten, um der Panik und dem Schmerz zu entkommen: möglichst schnell zu sterben. Oder zu kämpfen …

Meine Meinung:

Da mich der Klappentext und das Cover des vorliegenden Buches sehr angesprochen und mir die guten Rezensionen auf Amazon ein gutes und spannendes Buch versprochen haben, bin ich mit hohen Erwartungen an ‚Das Angstexperiment‘ herangegangen. Ob das Horrorbuch diese einhalten konnte, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Der Prolog leitet sofort ins Geschehen ein, was mich sehr überrascht hat, jedoch dadurch gedämpft wurde, als dass auf alle vorkommenden Personen erst einmal genauer eingegangen wurde. Dies hat mir als Leser sehr geholfen, die doch recht zahlreichen Figuren auseinander zu halten, da man etwas über ihren Hintergrund und kleine Fetzen ihrer Vorgeschichte (die in vorangestellten Büchern des Autoren erzählt werden) erfährt. Dadurch konnte man auch etwas wie eine emotionale Bindung zu den Protagonisten aufbauen, was in diesem Genre sicherlich zu einer Verschärfung der Spannung führt und deshalb zielführend ist.

Das eigentliche Experiment, bei dem es in diesem Buch geht, startet erst ab etwa der zweiten Hälfte. Das Grundszenario, das uns der Autor hier bietet, konnte mich stark überzeugen und in seinen Bann reißen. So kam es, dass ich mich recht schnell in das Buch hinein gefunden habe und es mich schnell packen konnte. Starke Momente sind einige Recherchearbeiten über das Butler-Haus, in dem das Experiment stattfinden soll, in v.a. der ersten Hälfte, die sehr morbide daherkommen, interessant geschrieben sind und mir einiges an Horror versprechen. Diese machen Lust auf das, was noch kommen wird, legen die Messlatte, die ich dann vom Fortgang des Buches erwarte, um einiges höher.

Ohne vorweg greifen zu wollen, finde ich, dass dies die spannendsten Stellen im Buch sind. Das heißt jetzt nicht, dass das Buch in einem totalen Desaster endet oder zu viel an Spannung verliert, als dass man nicht weiterlesen wollen würde. Eher verliert sich der Roman in seinem letzten Drittel in vielen blutigen Angelegenheiten, die nicht mehr tatsächlich unheimlich oder schaurig sind, sondern einfach nur brutal. Dies ist nicht insofern schlimm, als dass solche Splatter-Elemente eben zu einem solchen Genre gehören, aber da das Grundthema ‚Angst‘ lautet und die Probanden genau diese empfinden sollen, sehe ich den Überbegriff ‚Schmerz‘ hier nicht als tatsächlich anstrebenswert. Dennoch lebt das Buch auch auf seinen letzten Seiten noch von einigen starken Momenten, die von der Auflösung nicht entkräftet werden können.

Diese ist nicht wirklich überraschend, aber auch nicht vorhersehbar. Es ist eben eine typische Auflösung, die man hätte kommen sehen, einen aber auch überraschend kann, aber hier möchte ich nicht weiter ins Detail gehen. Im Großen und Ganzen aber ist diese Wendung dem Buch würdig.

Fazit:

‚Das Angstexperiment‘ ist zweifelsohne ein lesenswertes Buch, das den Leser recht schnell zu packen weiß. Jedoch wurde am Ende zu viel Wert auf Gewalt gelegt, was in dem Genre nicht ungewöhnlich ist, in dieses Szenario aber nicht hinein passt.

Wertung:

Genrewertung: 9/10

Gesamtwertung: 8,5/10

Das entspricht vier von fünf möglichen Sternen.

Falls euch diese Rezension gefallen haben sollte, würde ich mich sehr über eine Bewertung durch ein Herzchen freuen! Wie fandet ihr das Buch? Eure Meinung würde mich interessieren! Schreibt sie einfach in das untere Kommentarfeld.

Ein herzliches Dankeschön an den AmazonCrossing-Verlag zur Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

#Horror

Johannes Streb

Die Begeisterung für die Medienwelt begeistert mich schon seit meiner Kindheit: immer die Nase in einem Buch, einen Kopfhörer im Ohr, die Finger auf den Tasten. Seit mehreren Jahren nun führe ich den Blog "Der Medienblogger", auf dem ich bereits über 300 Rezensionen zu Buch, Film und Serie veröffentlicht habe. Dieses Jahr startete ich mit einer Schweizer Bloggerin den Podcast "findichauch." als feuilletonistischen Dialog über zeitgenössische Literatur. Zudem spiele ich leidenschaftlich Theater und bin großer Fan von Lady Gaga und dem Eurovision Song Contest.

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