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Invisible

Da mir „Anonym“, dessen Rezension kürzlich ebenfalls auf meinem Blog erschienen ist, so imponiert hat, habe ich kurzerhand erschlossen, direkt an das Beenden des ersten Bandes das Beginnen des zweiten folgen zu lassen. „Invisible“ heißt das schöne Buch, ist vor gar nicht allzu langer Zeit im Wunderlich-Verlag erschienen und bereits das dritte Schriftstück aus der Feder des Autorenduos Poznanski-Strobel. Ob der Folgeband an den Erfolg seines Vorgängers anknüpfen kann, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Sofort auf den ersten Seiten war klar, wie viel Freude es mir bereitet, das Ermittlerpaar Buchholz-Salomon in ihrem zweiten gemeinsamen Fall zu begleiten. Es ist einfach ein schönes Gefühl, die beiden fast schon vertraut wirkenden Beamten in einem neuen Buch beehren zu dürfen, nachdem ich schon einmal ein spannendes Abenteuer mit ihnen erlebt habe.

Spannung kommt bereits in den ersten Seiten auf

Auch in diesem Thriller bekommen die Leser einen Fall par excellence auf dem Silbertablett serviert. In vielerlei Hinsicht ist der Handlungsstrang des zweiten Buches mit dem des ersten vergleichbar, was aber in keinerlei Hinsicht eine Kritik sein soll. Das, was der erste Band schon richtig gemacht hat, wird auch hier beachtet. Man möchte wissen, was hinter den mysteriösen Morden steckt, zwischen denen keine offensichtliche Verbindung zu sein scheint.

Viele Namen, viele Beziehungen, viel Verwirrung

Nun ist es aber so, dass in sehr kurzer Zeit sehr viele Morde mit sehr vielen Tätern und sehr vielen Verdächtigen geschehen. Hier erfordert der Thriller wirklich höchste Konzentration, um sich all die verschiedenen Namen merken zu können und in welcher Beziehung damit ausgerufene Personen stehen. Oftmals führt das leider zu großer Verwirrung.

Privates Leben der Protagonisten mehr Tragfläche

Schön finde ich auch, dass die beiden Hauptfiguren von ihrer persönlichen Seite näher beleuchtet werden. Wir finden hier nicht zwei einfache Kommissare vor, die als Mittel zum Zweck, also lediglich zur Auflösung des Kriminalfalls, dienen, sondern Menschen, die Tiefe und Plastizität erhalten. Das trägt wesentlich zu einem stimmigen Lesevergnügen bei.

Großer Suchtfaktor

Da ich die beiden ersten schon erschienenen Teile in einem Rutsch durchgelesen habe, kann ich hierbei nur vor dem großen Suchtfaktor warnen, der mich dazu bewegt hat, beide Bücher innerhalb weniger Tage zu beenden. Im Großen und Ganzen konnte mich auch „Invisible“ vollends überzeugen, da er die Protagonisten auch von ganz anderen Seiten beleuchtet. Die Handlung fand ich aber unwesentlich schwächer als die des ersten Bandes, da sie mich dort so gefesselt hat und ich hierbei einige Male etwas verwirrt war.

Letztendlich lässt sich sagen, dass…

„Invisible“ ein ebenso spannender und authentischer Thriller ist wie sein Vorgänger. Er kann durch einen authentischen Umgang mit seinen Protagonisten, einem spannenden Fall und einem schönen Ende punkten. Gerne vergebe ich auch hier knappe fünf von fünf Sternen.

Genrewertung: 9,5/10 Punkte

Gesamtwertung: 9/10 Punkte

5 Sterne

Darum geht’s in dem Buch:

Du bist so wütend auf ihn. Du hasst diesen Menschen mehr als alles auf der Welt – obwohl du ihn gar nicht kennst. Und dann schlägst du zu…

Eine Serie von grauenvollen Morden gibt den Hamburger Kriminalkommissaren Nina Salomon und Daniel Buchholz Rätsel auf: Einem Patienten wird während einer OP ins Herz gestochen, ein Mann totgeschlagen, ein anderer niedergemetzelt…Die Täter sind schnell gefasst. Nur ihre Motive sind völlig unbegreiflich, denn keiner von ihnen hat sein Opfer gekannt. Das einzige, was sie verbindet: Die unermessliche Wut auf das Opfer. Und dass sie nicht wussten, was über sie kam.

Kann es sein, dass sie manipuliert wurden? Aber von wem und vor allem: wie?

Was Salomon und Buchholz schließlich aufdecken, wirft ein ganz neues Licht auf die Dinge, die unser Leben so bequem machen…

Das musst du wissen:

„Invisible“

Band 2 [von bisher 2] der „Buchholz & Salomon“-Reihe

Genre: Thriller, Krimi

von Ursula Poznanski und Arno Strobel

368 Seiten

14,99€ [Hardcover]

Wunderlich Verlag

Erscheinungsdatum: 27. März 2018

ISBN: 978-3805200158

#Thriller #Krimi

Johannes Streb

Die Begeisterung für die Medienwelt begeistert mich schon seit meiner Kindheit: immer die Nase in einem Buch, einen Kopfhörer im Ohr, die Finger auf den Tasten. Seit mehreren Jahren nun führe ich den Blog "Der Medienblogger", auf dem ich bereits über 300 Rezensionen zu Buch, Film und Serie veröffentlicht habe. Dieses Jahr startete ich mit einer Schweizer Bloggerin den Podcast "findichauch." als feuilletonistischen Dialog über zeitgenössische Literatur. Zudem spiele ich leidenschaftlich Theater und bin großer Fan von Lady Gaga und dem Eurovision Song Contest.

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