Eurovision 2019
Eurovision ๐ŸŒ Musik

EUROVISION 2021 โ€“ Meine Rankingliste

Der Eurovision Song Contest (ESC) geht in eine neue Runde!๐Ÿฅณ๐Ÿฅณ Nachdem das weltweit grรถรŸte Musikspektakel letztes Jahr coronabedingt entfallen musste, versammeln sich dieses Jahr 41 teilnehmende Lรคnder in Rotterdam, um die Musik zu feiern!๐Ÿ™โค๏ธ

In dieser รœbersicht habe ich alle bisher erschienenen Eurovision-Beitrรคge mit kurzer Bewertung gesammelt, geordnet nach meinem persรถnlichen Ranking! Have fun โ€“ welches Land bekommt eure persรถnlichen „12 Points“?๐Ÿ˜Œ๐Ÿ†

Unser Beitrag: ยปI Don’t Feel Hateยซ โ€“ Jendrik Sigwart ๐Ÿ‡ฉ๐Ÿ‡ช

Nach monatelangem Hรผllen in Mysterien und einem streng geheimen Auswahlverfahren durch eine interne Jury prรคsentierte der NDR am 25. Februar endlich den deutschen ESC-Act: Newcomer Jendrik Sigwart wird uns mit dem Gute-Laune-Song ยปI Don’t Feel Hateยซ (IDFH) in Rotterdam vertreten.

Der Song vereint alles, was ich an Eurovision so liebe: Sowohl der Track an sich als auch das Musikvideo schreit nach Originalitรคt und Authentizitรคt. Man spรผrt, wie viel Freude der Kรผnstler bei seinem Song hat โ€“ und das รผbertrรคgt sich voll und ganz auf die Zuschauer*innen. Man kann und mรถchte einfach nicht stillsitzen!

IDFH ist laut, schrill, bunt, er traut sich etwas. Nach jahrelangen mittelmรครŸig-seicht-braven Popsongs, die man nach den drei Minuten Auftrittszeit sofort wieder aus dem Gedรคchtnis verliert, ist das ein Song, der bleibt. Der auffรคllt.

Ja, man muss diese aufgedrehte, leicht kindische Art des Liedes nicht mรถgen. Aber es ist ein witziger, aufgeklรคrter und spaรŸmachender Song, der polarisiert โ€“ und mit der Botschaft, keine Beleidigungen im Internet zu verbreiten, immunisiert sich Jendrik gleichzeitig gegen jegliche Art von Hasskommentaren โ€“ „I just don’t feel hate.“

Ich mรถchte den Track nur ungern in mein Ranking mit aufnehmen, da ich fรผr ihn im Finale am 22. Mai ohnehin nicht voten kann โ€“ aber von mir gibt’s verdiente 5/5โญ๏ธ.

๐Ÿ† Platz 1: ยปVoilร ยซ โ€” Barbara Pravi (Frankreich๐Ÿ‡ซ๐Ÿ‡ท)

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Ich habe mich schlagartig in diese Performance verliebt โ€“ auch wenn ich kein Wort des Songs verstehe, war das Liebe auf den ersten Blick!๐Ÿฅบ Barbara Pravi hat ein einzigartiges Charisma auf der Bรผhne, eingefangen wird sie von wunderschรถnen Kameraperspektiven. Ich kann die Energie der Sรคngerin fรผhlen, mich beschwingt und beflรผgelt die Melodie, die reduzierte Instrumentierung aus Klavier und Streichern steigert sich in ein Accelerando, das es in sich hat!

ยปVoilร ยซ erzรคhlt eine wunderschรถne Geschichte, sich selbst zu akzeptieren und von auรŸen anerkannt zu werden.โค๏ธ Schon nach dem ersten Mal Hรถren war mir klar: This has winning material!

๐Ÿฅˆ Platz 2: ยปTout lโ€™Universยซ โ€“ Gjon’s Tears (Schweiz๐Ÿ‡จ๐Ÿ‡ญ)

Der Sรคnger Gjon’s Tears sollte eigentlich 2020 die Schweiz nach zehn Jahren wieder mit einem franzรถsischsprachigen Song namens „Rรฉpondez-moi“ vertreten โ€“ und hรคtte damit laut den Buchmachern eine realistische Chance auf den Sieg gehabt. Kein Wunder also, dass das Land nur wenige Tage nach der Absage des ESC verkรผndete, ihn im kommenden Jahr nochmals direkt als Kandidaten zu nominieren.

Es war wohl einer der meist erwarteten Songs des Jahres โ€“ und das vรถllig zu Recht. Mit „Tout lโ€™Univers“ legt er eine vertrรคumte und gleichzeitig so mรคchtige Komposition vor, die sofort unter die Haut geht und sein stimmliches Kรถnnen eindrucksvoll unter Beweis stellt. Die Drums und Streicher bringen spannende Dynamik in den Song, der Refrain besticht durch seine Weite.

Mich wรผrde es nicht รผberraschen, wenn das ein Siegersong wรคre.

๐Ÿฅ‰Platz 3: ยปJe Me Casseยซ โ€“ Destiny (Malta๐Ÿ‡ฒ๐Ÿ‡น)

Die maltesische Sรคngerin Destiny hat bereits eine eindrucksvolle musikalische Karriere hinter sich: Nach รผberaus erfolgreichen Teilnahmen an Wettbewerben wie dem „Festival Kanzunetta Indipendenza“, das „Asterisks Music Festival“ oder „SanRemo Junior“ konnte sie 2015 mit „Not My Soul“ schlieรŸlich den Junior Eurovision Song Contest fรผr sich entscheiden. Die Buchmacher errechneten sich 2020 fรผr ihren mitreiรŸenden Feel-God-Popsong „All Of My Love“ eine hohe Platzierung โ€“ dass sie live abliefern wรผrde, steht auรŸer Frage.

„So if I show some skin, doesnโ€™t mean Iโ€™m giving in“ โ€“ mit dieser feministischen Forderung nach weiblicher Selbstbestimmung legt die achtzehnjรคhrige Ausnahmekรผnstlerin eine zeitgenรถssische Hymne wieder. „Je Me Casse“ ist ein von Sekunde eins an spannender und spaรŸiger Song, der neben der textlichen Ebene auch durch die stimmlichen Leistungen der Interpretin heraussticht. Dieser Beitrag hat definitiv das Zeug zu einem Sieg โ€“ ob die Kรผnstlerin somit insgesamt zwei ESC-Shows gewinnen kann?

Platz 4: ยปDiscotequeยซ โ€“ THE ROOP (Litauen๐Ÿ‡ฑ๐Ÿ‡น)

โ€žIt is okay to dance aloneโ€œ โ€“ und wie oft ich das zu diesem Song bereits gemacht habe!๐Ÿ˜ Die litauische Band THE ROOP hat nun mit dem Danceโ€‘Bop โ€žDiscotequeโ€œ erneut den Vorentscheid gewonnen, nachdem sie letztes Jahr Litauen beim ESC hรคtten vertreten sollen und mit โ€žOn Fireโ€œ eine sehr gute Chance auf den Sieg gehabt hรคtten.๐Ÿ”ฅ

Und was soll ich sagen? Sie haben sich selbst รผbertroffen! Ein spaรŸiger und dynamischer Song, der mit seiner skurrilen und schrecklich sympathischen Art sofort ins Ohr und ins Herz geht. โ€” POSSIBLE WINNER?๐Ÿ†โค๏ธ

Platz 5: ยปAdrenalinaยซ โ€“ Senhit (San Marino๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ฒ)

Die Republik San Marino hat weniger Einwohner*innen als meine momentane Heimatstadt Ansbach und beim ESC wegen ihres geringen Budgets durchweg den Ruf als „Dauerversager“. Sie scheinen ihre Position mittlerweile gefunden zu haben und Jahr fรผr Jahr einen ironischen Song nach dem nรคchsten zu senden (und damit sogar teilweise erfolgreich zu sein โ€“ siehe der groรŸartige Beitrag „Say Na Na Na“ aus 2019).

Nachdem die italienische Sรคngerin Senhit 2011 in Dรผsseldorf mit ihrem Beitrag „Stand By“ auf dem 16. Platz im Halbfinale landete und 2020 in „FREAKY!“ um einen gigantischen Mittelfinger tanzte, war die รœberraschung รผber den diesjรคhrigen Song umso grรถรŸer:

ยปAdrenalinaยซ ist ein Lied, das alle Erwartungen an die Sรคngerin und das Land รผbertrifft und sich auch im direkten Vergleich mit allen diesjรคhrigen Songs nicht zu verstecken braucht. Der Drop hat einen ethnischen Sound, der Ausdruck „Adrenalina“ setzt sich sofort im Ohr fest… und Flo Rida ist als Feature vertreten und wird vielleicht sogar auf der Bรผhne in Rotterdam stehen (ich LIEBE diese Randomness!). Wenn das nicht erfolgversprechend ist.

Platz 6: ยปVoicesยซ โ€“ Tusse (Schweden๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช)

Kaum ein nationaler Vorentscheid genieรŸt so viel internationale Aufmerksamkeit wie die schwedischen Melodifestivalen. Mit dem Sieg dieses Wettbewerbs sichert man sich nicht nur weitlรคufige Aufmerksamkeit und eine gute Chartplatzierung, sondern auch eine feste Anordnung in der linken Hรคlfte der Punktetabelle.

Dieses Los zog in diesem Jahr der neunzehnjรคhrige Sรคnger Tusse mit seinem Beitrag „Voices“. Es ist ein hervorragendes, sofort berรผhrendes Stรผck Pop geworden, der mit seinem eingรคngigen Post-Chorus „a million voices, voices“ sofort kleben bleibt. Er gibt in dieser bewegenden „Black Lives Matter“-Hymne stimmlich alles und รผberzeugt durch seine Authentizitรคt.

Platz 7: ยปZitti E Buoniยซ โ€“ Mรฅneskin (Italien๐Ÿ‡ฎ๐Ÿ‡น)

Das italienische Sanremo-Festival ist ein musikalischer Wettbewerb, bei dem รผber fรผnf Abende einer Woche hinweg der beste musikalische Act gewรคhlt wird. Seit 2015 lรถsen die Gewinner*innen mit dem Sieg gleichzeitig das Ticket auf die Eurovision-Bรผhne. Die Bewertung setzt sich aus drei Komponenten zusammen: der Publikumsabstimmung, einer Pressejury und einer demoskopischen Jury (einer zufรคllig zusammengestellten Jury aus 300 Musikkonsument*innen). Dieses Jahr setzte sich die Rockband Mรฅneskin mit ihrem Titel „Zitti E Buoni“ („Leise und brav“) durch.

Thematisch ist der Song ein wรผtender Aufschrei gegen die herablassende und wenig emphatische Art von Erwachsenen, Jugendliche zu behandeln. Der Frontsรคnger Damiano David wechselt von rhythmischem Sprechgesang zu aggressivem Rock. Das Musikvideo รผbertrรคgt diese gleichgรผltige, coole Mentalitรคt der Musiker*innen hervorragend und besitzt eine spannende 80er-ร„sthetik. Kompakt formuliert: Ein sofort mitreiรŸender Beitrag, bei dem man sofort mitrocken mรถchte!

Platz 8: ยปะจะฃะœยซ โ€“ Go_A (Ukraine๐Ÿ‡บ๐Ÿ‡ฆ)

Was fรผr ein auรŸergewรถhnlicher und besonderer Sound! Schrรคg, bizarr, traditionell, tanzbar, catchy โ€“ der Song hat von allem etwas und passt perfekt zum ESC! Gefรคllt mir persรถnlich sogar noch besser als der Beitrag aus 2020 („Solovey“)๐Ÿ˜ฑ

Die Instumentierung ist spannend, die Flรถtensounds trieben voran und die starken Geschwindigkeitsschwankungen bringen total die Dynamik in den Song. Fรผr mich ein absolutes Highlight!๐Ÿ’œ๐Ÿ˜ท

Platz 9: ยปEl Diabloยซ โ€“ Elena Tsagrinou (Zypern๐Ÿ‡จ๐Ÿ‡พ)

Mit ihren zeitgenรถssischen, mitreiรŸenden Beitrรคgen („Fuego“, „Replay“) und den aufsehenerregenden Inszenierungen aus dem letzten Jahr konnte sich Zypern einen Platz als Fan-Favorit sichern. Jedes Jahr schaut die gesamte ESC-Community gebannt auf den Release des zyprischen Beitrags.

Und auch 2021 scheint dieser Hype vรถllig berechtigt: Elena Tsagrinou geht fรผr das Land ins Rennen โ€“ mit einem modernen, poppigen und mitreiรŸenden Song namens ยปEl Diabloยซ, der vage an Gagas „The Fame Monster“-Zeiten erinnert. Auch das Video sieht vielversprechend aus (wenn man mal ganz von der dezenten „Head & Shoulders“-Werbung absieht…). Ich freue mich auf alles, was hier noch kommt!

Platz 10: ยป10 Yearsยซ โ€“ Daรฐi og Gagnamagniรฐ (Island๐Ÿ‡ฎ๐Ÿ‡ธ)

Nachdem die islรคndische Band Daรฐi og Gagnamagniรฐ vergangenes Jahr mit „Think About Things“ einen viralen TikTok-Hit landete (sogar Jan Bรถhmermann und Russell Crowe twitterten dazu) und eine realistische Chance auf den Sieg gehabt hรคtten, wurden sie fรผr dieses Jahr vom islรคndischen Fernsehsender als Direktkandidaten nominiert: sie sollen den Song „10 Years“ performen.

Dabei bringt uns der diesjรคhrige Beitrag ebenfalls durch seinen Discofunk-Stil das Tanzbein zum Schwingen und durch seine herrlich skurrile ร„sthetik ein Lรคcheln ins Gesicht, ist aber sonst in vielerlei Hinsichten ein ganz anderer Song: Der Sรคnger Dadi Freyr besingt statt seiner jungen Tochter seine Freundin (mit der er in einer zehnjรคhrigen Beziehung ist), der Song beinhaltet statt einer groovigen Bassline ein Streichquartett und einen Chor und fรผhlt sich insgesamt etwas zurรผckgeschraubter an.

Ich musste mich erst daran gewรถhnen, „10 Years“ nicht jedes Mal instinktiv mit „Think About Things“ zu vergleichen und ihm eine individuelle Chance zu geben. So brauchte ich nach anfรคnglicher Ernรผchterung meine Zeit, das volle Potenzial dieses Beitrags festzustellen. Jetzt kann ich aber sagen (Obacht, Wortwitz): „I like!“ Passend zum Titel geht also der zehnte Platz an „10 Years“ (Tendenz auf der Rangliste: steigend).

Platz 11: ยปLast Danceยซ โ€“ Stefania (Griechenland๐Ÿ‡ฌ๐Ÿ‡ท)

Dass Eurovision eine Plattform fรผr junge Nachwuchskรผnstler*innen ist, beweist auch die griechisch-niederlรคndische Sรคngerin Stefania Liberakakis. 2020 hรคtte sie mit dem Teenie-Popsong „Supergirl“ auf der Bรผhne in Rotterdam gestanden. Direkt am Tag der ESC-Absage kรผndigten Griechenlands zustรคndige Rundfunkanstalten die erneute Direktnominierung der Sรคngerin fรผr das kommende Jahr an.

„Last Dance“ ist in so vielen Richtungen ein Schritt vorwรคrts vom vorherigen Song. Man hat das Gefรผhl, die Sรคngerin kann in diesem Beitrag so viel mehr zeigen, was in ihr steckt. Sie hat ein beachtliches stimmliches Volumen, der Song fรผhlt sich episch und mรคchtig an, das Video versteckt viele spannende Anekdoten aus der griechischen Mythologie und der Refrain geht sofort ins Ohr. Ich wollte zuerst gar nicht glauben, wie gut Griechenlands Beitrag fรผr dieses Jahr ist: Hut ab!

Platz 12: ยปMapsยซ โ€“ Lesley Roy (Irland๐Ÿ‡ฎ๐Ÿ‡ช)

Nach ihrem etwas veralteten, aber dennoch spaรŸigen Gute-Laune-Pop-Song „Story Of My Life“ ganz nach 2010er Katy-Perry-Manier geht die irische Sรคngerin Lesley Roy 2021 mit dem Track ยปMapsยซ fรผr Irland an den Start.

Der Song und das dazugehรถrige Video sind etwas nichtssagend und fรผhren ins Leere โ€“ und dennoch schafft es die Sรคngerin, mir durch ihr Charisma und die Liebenswรผrdigkeit ein Lรคcheln aufs Gesicht zu zaubern. Dass ihr Musik SpaรŸ macht und sie vor Energie nur so strotzt, Irland zu reprรคsentieren, merkt man in jeder Faser dieses Projekts. Mal sehen, wo uns diese Reise noch hinfรผhren wird…

Platz 13: ยปBirth Of A New Ageยซ โ€“ Jeangu Macrooy (Niederlande๐Ÿ‡ณ๐Ÿ‡ฑ)

Den letztjรคhrigen Beitrag des charismatischen Sรคngers Jeangu Macrooy, „Grow“, nominierte ich aufgrund seiner bewegenden Entstehungsgeschichte in unserer Pride-Podcastfolge „Der durchschnittliche Veganer #nohomo“ als „Song der Woche“. Der surinamische Sรคnger berichtet in diesem Song รผber seine innere Entwicklung und die erlebten Fortschritte: Er floh aus seinem Heimatland aufgrund seiner Homosexualitรคt, die dort noch immer ein Tabuthema ist.

„Yu no man broko mi“ โ€“ mit dieser eingรคngigen Zeile steht er fรผr Entschlossenheit, Selbstmut und innere Stรคrke. Es ist ein ermutigender, optimistischer und energiegeladener Song, der mir sofort ein Lรคcheln ins Gesicht zaubert. Es ist schรถn anzusehen, wie glรผcklich der Interpret mit seinem Beitrag wirkt und wie sehr er in „Birth Of A New Age“ aufgeht. Musikalisch erinnert vor allem die letzte Minute des Songs an den „Kรถnig der Lรถwen“-Soundtrack… was ja kein schlechtes Zeichen ist!

Platz 14: ยปSet Me Freeยซ โ€“ Eden (Israel๐Ÿ‡ฎ๐Ÿ‡ฑ)

Was fรผr ein zeitgenรถssischer Song โ€“ vermischt mit traditionellen Klรคngen und einer treibenden Bassline: Ich mag diesen Song wirklich sehr, sehr gerne!๐Ÿ’ช Der Chorus geht schnell ins Ohr, die Sรคngerin Eden Alene ist รคuรŸerst charismatisch und hat eine gute Stimme โ€“ der Key Change am Ende ist einfach everything!โค๏ธ

Ich bin mir nur nicht 100% sicher, ob ยปSet Me Freeยซ von allen drei Songs, die zur Auwahl standen, der ESCโ€‘tauglichste ist.๐Ÿคจ AuรŸerdem empfand ich den Beitrag des letzten Jahres, „Feker libi“, als deutlich energetischer und dynamischer. Bin gespannt auf die Performanceโ€ฆ๐Ÿ˜

Platz 15: ยปGrowing Up Is Getting Oldยซ โ€“ VICTORIA (Bulgarien๐Ÿ‡ง๐Ÿ‡ฌ)

Bulgarien hat sich seit 2016 mit seinen atmosphรคrisch-dรผsteren Popsongs wie „Bones“ und „Beautiful Mess“ einen Namen als vielversprechende Eurovision-Nation gemacht. Im vergangenen Jahr wรคre die Sรคngerin Wiktorija Georgiewa mit ihrer Single „Tears Getting Sober“ an den Start gegangen: Eine vertrรคumte und bittersรผรŸe Mรคr, die entfernt an Billie Eilish erinnert, und auch durch seine aufregende Visualitรคt in den Wettquoten hoch gehandelt wurde.

In diesem Jahr standen gleich sechs Songs der im Vorfeld erschienenen EP „a little dramatic“ zur Auswahl, bis am 11. Mรคrz „Growing Up Is Getting Old“ als bulgarischer Beitrag bekanntgegeben wurde: Ein melancholischer und sanfter Song รผber das Erwachsenwerden und Sichzurรผckerinnern. Mich bringt dieser Titel, vor allem wenn er gegen Ende hin sich zu รถffnen scheint, immer zum nostalgischen Lรคcheln. Nur bin ich mir nicht zu einhundert Prozent sicher, wie ESC-tauglich diese Art Musik ist โ€“ aber mit einer ansprechenden Inszenierung sollte einer guten Platzierung nichts im Wege stehen.

Platz 16: ยปSUGARยซ โ€“ Natalia Gordienko (Moldawien๐Ÿ‡ฒ๐Ÿ‡ฉ)

Es gibt jedes Jahr immer wieder kleinere „guilty pleasures“ โ€“ Songs, die man eigentlich gar nicht mรถgen mรถchte und es aus irgendeinem unerklรคrlichen Grund trotzdem tut. Der Bubblegum-Popsong „SUGAR“ aus Moldawien ist ein solches fรผr mich! Wรคhrend Natalia Gordienko letztes Jahr mit der etwas belanglosen Ballade „Prison“ an den Start gehen und den Pokal erringen wollte, gibt es 2021 ein kunterbuntes und knalliges Musikvideo, bei dem man schon vom bloรŸen Hinschauen Diabetes bekommt.

Es ist zwar kein Stรผck, hinter dem eine spannende Message steht oder dem man seine lyrische Tiefe zugutehalten kann, aber: Eines, das verdammt viel SpaรŸ macht. Und das kรถnnte sich in dieser Zeit, in der wir in der grauen Alltagssuppe zu ertrinken drohen, gut machen. Die Melodie geht schnell ins Ohr, die Musikerin hat SpaรŸ an dem, was sie tut, und der Drop ist so auรŸergewรถhnlich, dass er sofort sรผchtig macht. Ich freue mich auf eine abwechslungsreiche und farbenfrohe Performance!

Platz 17: ยปLOCO LOCOยซ โ€“ Hurricane (Serbien ๐Ÿ‡ท๐Ÿ‡ธ)

Die 2017 gegrรผndete Girlband Hurricane stand bereits mit ihrer Single „Tuturutu“ auf dem ersten Platz mehrerer europรคischer YouTube-Trends, u.a. Deutschland. 2020 setzten sie sich im Vorentscheid mit „Hasta la vista“ gegen 23 andere Kandidat*innen durch und sollten Serbien beim Eurovision Song Contest vertreten.

Der diesjรคhrige Beitrag „LOCO LOCO“ klingt dem vorherigen nicht unรคhnlich und setzt auf die bewรคhrten Songzutaten, die die Musikerinnen bereits international erfolgreich machen. Dabei gerรคt der Track insgesamt etwas weniger treibend, macht dennoch durch seine aufregende Inszenierung total SpaรŸ. Der Enthusiasmus der Band wird wรคhrend ihrer Performances greifbar. Ich freue mich bereits auf ihren Auftritt in Rotterdam!

Platz 18: ยปEmbersยซ โ€“ James Newman (England๐Ÿ‡ฌ๐Ÿ‡ง)

Das Vereinigte Kรถnigreich genieรŸt bei Eurovision leider keinen guten Ruf. Obwohl sie Part der „Big Five“ โ€“ und somit jรคhrlich direkt fรผr das Finale qualifiziert sind โ€“, landen sie nur sehr selten tatsรคchlich in der linken Hรคlfte der Punktetabelle. Und ich fรผrchte, 2020 wรคre das nicht anders verlaufen: Mit „My Last Breath“ legte der Brite James Newman (ja, es ist tatsรคchlich der Bruder von John Newman) ein durchschnittliches und nichtssagendes Musikstรผck vor, das sich (meiner Meinung nach) nicht in den Kรถpfen der Fernsehzuschauer*innen festgesetzt hรคtte.

Umso freudiger war fรผr mich die รœberraschung, dass der diesjรคhrige Beitrag, „Embers“, drei Minuten lang ununterbrochen fรผr gute Laune sorgt. Der Song ist beschwingt und radiotauglich, er reiรŸt mit, hat einen Gute-Laune-Drop, dem man sich einfach nicht entziehen kann. Mit einer stimmigen Live-Performance kรถnnte uns dieser Act am 22. Mai krรคftig zum Tanzen bringen. UK, well done!

Platz 19: ยปRussian Womanยซ โ€“ Manizha (Russland๐Ÿ‡ท๐Ÿ‡บ)

Nachdem Russland im letzten Jahr den Rekord fรผr die meisten Aufrufe auf ein Eurovision-Song brach, hielt sich der zustรคndige Fernsehsender in diesem Jahr mit der Nominierung seines Acts lang zurรผck. Anfang Mรคrz wurde bekanntgegeben: Die „UNO„-Interpreten Little Big wรผrden nicht mehr antreten โ€“ anstelle dessen soll die Sรคngerin Manizha mit dem Titel „Russian Woman“ fรผr eben jenes Land an den Start gehen.

Die offene LGBTQ-Aktivistin prรคsentiert uns einen strukturell wirren, feministischen Aufruf und stellt auf der Bรผhne all ihr Charisma und die positive Energie unter Beweis. Der Song reiรŸt mit seinem treibenden Drop von der ersten Sekunde an mit und erinnert klanglich teils an ESC-Gewinnerin Netta. Ich mag zwar nicht alles verstehen, was sie singt, der hymnenartige Chorus lรคsst mich aber immer mitgrรถlen. Dieser Beitrag macht einfach SpaรŸ!

Platz 20: ยปTechnicolourยซ โ€“ Montaigne (Australien๐Ÿ‡ฆ๐Ÿ‡บ)

Weil sich Eurovision dort รผberaus groรŸer Beliebtheit erfreut, darf Australien seit 2015 an dem Wettbewerb teilnehmen โ€“ und das bislang รผberaus erfolgreich: Jeder australische Beitrag erreichte das Finale; bis auf Jessica Mauboy erreichten zudem alle Kรผnstler*innen eine Platzierung in den besten Zehn. In dem Vorentscheid „Australia Decides“ konnte sich die Sรคngerin Montaigne gegen ihre Konkurrent*innen durchsetzen. Fรผr dieses Jahr wurde sie intern direktnominiert (รคhnlich wie in Malta, Schweiz oder Irland).

Der erste Auftritt zum Track „Technicolour“ hรคlt alles, was der Titel verspricht: Im Hintergrund strahlt es regenbogenbunte Farben, die Buzz-Cut-Frisur der Sรคngerin leuchtet gefรคhrlich rot. Nach den mysteriรถsen ersten Strophen mรผndet der Song schlieรŸlich in einen kraftvollen und beschwingten Chorus, der zunรคchst verwirrt, aber sofort eingรคngig ist. Textlich prรคsentiert sie uns eine mutmachende Botschaft, dass es vรถllig okay ist, um Hilfe zu bitten, wenn man sie braucht.

Die Sรคngerin hat das nรถtige Charisma, um auf die Zuschauer*innen auf der Bรผhne von sich zu รผberzeugen. Das Lied ist durch seine zahlreichen Tonsprรผnge und -รผbergรคnge hรถllisch schwer zu singen โ€“ wenn sie das so geschmeidig schafft wie in der Studioversion, dann wird sie das Publikum auf ihrer Seite haben!

Platz 21: ยปFallen Angelยซ โ€“ TIX (Norwegen๐Ÿ‡ณ๐Ÿ‡ด)

Der „Melodi Grand Prix“ findet รผber mehrere Wochen hinweg statt und besteht aus sechs Fernsehshows. Der norwegische Vorentscheid bietet jรคhrlich vielversprechenden Kรผnstler*innen eine Plattform und fรถrdert einige spannende musikalische Projekte zutage. Die Enttรคuschung, wenn eine trotz aufregender Inszenierung belanglose Ballade ein solches Spektakel gewinnt (wo doch so viel aufregendere Beitrรคge wie „Monument“ oder „Let Loose“ im Rennen waren), ist dementsprechend hoch.

Dabei vergisst man, dass der Song, den dieser mit Gangster-Rapper-Ketten bekleidete Engel TIX da singt, gar nicht schlecht ist und ยปFallen Angelยซ eine catchy Melodie besitzt. Beim ersten Mal machte es fรผr mich nicht gleich „Klick“, beim jeden Mal Hรถren wird es fรผr mich aber immer besser. (Nur weiรŸ ich noch nicht, was ich von der Performance halten soll…)

Platz 22: ยปMata Hariยซ โ€“ Efendi (Aserbaidschan ๐Ÿ‡ฆ๐Ÿ‡ฟ)

„Nam Myลhล Renge Kyล“ โ€“ mit diesem buddhistischen Mantra rief die aserbaidschanische Sรคngerin Samira Efendi in ihrem Track „Cleopatra“ dazu auf, auf sich selbst und den eigenen Kรถrper stolz zu sein. So, wie es die รคgyptische Kรถnigin zu ihren Zeiten bereits tat. Die LGBTQ-befรผrwortende Songzeile „straight or gay or in between“ geriet dabei in Kritik: Homosexualitรคt ist in Aserbaidschan noch immer nicht von Antidiskriminierungsgesetzen geschรผtzt, sondern tabuisiert.

Auch in ihrem diesjรคhrigen Beitrag referiert die Sรคngerin auf eine historische Person: Die als Nackttรคnzerin, Kรผnstlerin und Spionin fรผr den deutschen Geheimdienst im Ersten Weltkrieg tรคtige „Mata Hari“ ist titelgebend fรผr Aserbaidschans Song.

Musikalisch unterscheidet sich dieser Song nicht groรŸartig von „Cleopatra“: Es gibt einen tief gesprochenen, in Landessprache formulierten Pre-Chorus, ethnische Klรคnge im Drop und eine durch zahlreiche Wiederholungen eingรคngige Hook. Auch wenn ich es wegen der Vorhersehbarkeit wahrscheinlich nicht sollte, irgendwie mag ich den Song und seinen Rhythmus sehr โ€“ eins meiner diesjรคhrigen ESC-„guilty pleasures“.

Platz 23: ยปTick Tockยซ โ€“ Albina (Kroatien๐Ÿ‡ญ๐Ÿ‡ท)

Wie bitte? Kroatien mit einem zeitgemรครŸen Uptempo-Song? Ist das Land musikalisch mittlerweile in der Gegenwart angelangt? Nach Jahren schreiender und fliegender Engel („The Dream“) und nichtssagender Balladen („Divlji Vjetre“), die nicht einmal den Hauch eines klitzekleinen Anspruchs haben, sich dem Zeitgeschehen anzupassen, hat sich die kroatische Bevรถlkerung also zum ersten Mal fรผr einen modernen Song entschieden.

Albina reiรŸt die Zuschauer*innen von der ersten Sekunde an mit und liefert eine energiegeladene und stylishe Performance ihres Beitrags ยปTick Tockยซ. Man kann die FรผรŸe wรคhrenddessen nicht stillhalten, der Chorus treibt vorwรคrts und macht SpaรŸ. Ein Hauch von 80er-Vibe schwingt bei den Animationen der LED-Wรคnde ebenfalls mit.

Platz 24: ยปDark Sideยซ โ€“ Blind Channel (Finnland๐Ÿ‡ซ๐Ÿ‡ฎ)

Dass es keine schlechte Idee ist, einen guten Heavy-Metal-Song zum ESC zu schicken, haben die Finnen mit Lordis „Hard Rock Hallelujah“ bereits 2006 eindrucksvoll bewiesen. Den finnischen Vorentscheid konnte die Rockband Blind Channel mit enormem Vorsprung fรผr sich entscheiden.

ยปDark Sideยซ ist ein Track, der sofort ins Ohr geht und sich von der poppigen und balladigen Eurovision-Blase distanziert. Die Band mรถchte allen AuรŸenseitern beibringen, SpaรŸ zu haben, auch wenn das Leben „dark“ ist โ€“ mit ihrer aufregenden Performance erreichen sie das bei mir hundertprozentig.

Platz 25: ยปomagaยซ โ€“ Benny Cristo (Tschechien๐Ÿ‡จ๐Ÿ‡ฟ)

Bedauerlicherweise entscheid sich Tschechien im Vorentscheid des vergangenen Jahres nicht fรผr den groรŸartigen Song „All the Blood (Positive Song Actually)“ entschied, sondern stattdessen den nicht minder sympathischen Hip-Hop-Musiker Benny Cristo ins Rennen.

Dieses Jahr tritt er mit dem eingรคngigen Gute-Laune-Popsong ยปomagaยซ fรผr sein Land an und besingt in einem amรผsanten Videoclip mit dem angedeuteten „Oh my god“ die Schรถnheit seines Schwarms. Der Song an sich ist nicht spektakulรคr, bleibt aber hรคngen und macht SpaรŸ. Besonders die zahlreichen Filmreferenzen (u.a. „The Shining“, „Forrest Gump“).

Platz 26: ยปThe Moon Is Risingยซ โ€“ Samanta Tina (Lettland ๐Ÿ‡ฑ๐Ÿ‡ป)

Mit der skurrilen und chaotischen Performance zu der Selbstliebe-Hymne „Still Breathing“ konnte sich die lettische Sรคngerin Samanta Tฤซna schnell einen Platz in meiner Spotify-Playlist sichern. In den Wettquoten lag sie (meiner Meinung nach vรถllig zu unrecht) auf den hinteren Plรคtzen; die Faszination fรผr diesen Song wurde nur von wenigen ESC-Fans mit mir geteilt.

„The queen of the night is coming, the blood moon is rising“ โ€“ mit diesen Worten kรผndigt sich die Musikerin in dem Titel „The Moon Is Rising“ an. In dem dazugehรถrigen Video (mit einer groรŸartigen visuellen Inszenierung) trรคgt sie eine Krone und weist uns an: „Get ready for the parade“. Diesem feministischem Aufruf schlieรŸe ich mich nur zu gerne an โ€“ auch wenn der Song qualitativ hinter dem letzten Jahr hinterher hinkt. Dazu ist er nicht laut, nicht mutig genug. Ob die Botschaft trotzdem ihre Zielgruppe erreichen wird, bleibt bis Mai abzuwarten.

Platz 27: ยปAmnesiaยซ โ€“ Roxen (Rumรคnien๐Ÿ‡ท๐Ÿ‡ด)

Nachdem die Nachwuchskรผnstlerin Roxen im vergangenen Jahr mit fรผnf Songs in den Vorentscheid startete, die alle das Zeug hatten, mit einer starken Live-Performance ins Finale einzuziehen und dort eine gute Platzierung zu erlangen, wurde der diesjรคhrige Song direkt intern ausgewรคhlt: Nach „Alcohol You“ folgt dieses Jahr also der Beitrag „Amnesia“.

Beim ESC ist der erste Eindruck am wichtigsten: Viele Zuschauer*innen beschรคftigen sich vorher nicht mit den eingesendeten Beitrรคgen, sondern entscheiden impulsiv danach, welcher Song ihr*ihm am besten gefรคllt und am lรคngsten im Ohr bleibt. Trotz der modernen Inszenierung, einiger spannender Klรคnge und einer sympathischen Kรผnstlerin schafft es dieser Beitrag zwar, gut zu unterhalten, aber nicht hรคngenzubleiben und nachhaltig zu beeindrucken.

Fรผr mich ist das im Vergleich zum vergangenen Jahr leider ein klarer qualitativer Abstrich. Der Song siedelt sich fรผr mich im MittelmaรŸ an.

Platz 28: ยปร˜ve Os Pรฅ Hinandenยซ โ€“ Fyr og Flamme (Dรคnemark ๐Ÿ‡ฉ๐Ÿ‡ฐ)

Was fรผr ein positiver und beschwingter Song, den Dรคnemark damals 2003 zum ESC… Moment, halt, dieser Song stammt aus diesem Jahr? Dieser Gedanke ist uns wahrscheinlich allen durch den Kopf gegangen, als ich den diesjรคhrigen Beitrag „ร˜ve Os Pรฅ Hinanden“ zum ersten Mal hรถrte. Es kann doch nicht sein, dass ein Land, das in den letzten Jahren beim Contest nicht ganz umerfolgreich war, ein derart aus der Zeit gefallenes Lied einsendet.

Ich muss zu meiner Verteidigung vorbringen, dass ich mich mehrfach dabei erwischte, dass mir wรคhrend der Performance ein Grinsen รผbers Gesicht huschte und ich unbewusst die Melodie mitsummte. Die gute Laune der Musiker Jesper Groth und Laurits Emanuel aus dem Duo „Fyr og Flamme“ ist einfach ansteckend. Auf eine ironische Art und Weise finde ich den Song sogar richtig gut!

Platz 29: ยปThe Wrong Placeยซ โ€“ Hooverphonic (Belgien๐Ÿ‡ง๐Ÿ‡ช)

Was fรผr ein atmosphรคrisches Video und stimmiger Song, mit dem Hooverphonic fรผr Belgien dieses Jahr an den Start geht! Mir gefรคllt der Sound, die abgebrรผhte Lรคssigkeit, die dรผstere Kรผhle. Direkt nach dem ersten Hรถrdurchgang gefรคllt mir der Song bereits ein Stรผckchen besser als der Titel des Vorjahres, „Release Me“.

Trotzdem drรคngt sich mir die Frage auf, inwiefern der Song „The Wrong Place“ ESC-tauglich ist und den Sprung ins Finale schaffen wird. Dazu ist er zu unauffรคllig und bietet zu wenig Steigung. Mit einer geeigneten Inszenierung ร  la „Sebi“ kรถnnte es aber als Geheimtipp sehr wohl einige Punkte herausholen… Wir mรผssen es abwarten.๐Ÿ˜Š

Platz 30: ยปAmenยซ โ€“ Ana Sokliฤ (Slowenien๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ฎ)

Mit dem รถsterreichischen und slowenischen Beitrag, die beide den Titel „Amen“ tragen, und einem singenden Engel aus Norwegen hรคufigen sich in der diesjรคhrigen Ausgabe bereits drei Songs mit religiรถsem Bezug… wie erfolgversprechend das fรผr den ESC wohl letztendlich sein wird?

Dass Ana Sokliฤ eine auรŸergewรถhnliche und herausstechende Stimmfarbe hat, stellte sie bereits mit dem letztjรคhrigen Beitrag „Voda“ unter Beweis. Ganz im Gegensatz zu dieser etwas รถde geratenen Ballade verbirgt sich hinter „Amen“ ein mitreiรŸender und beschwingter Gospel-Song, der SpaรŸ macht. Ich bin bereits gespannt, wie er im internationalen Raum ankommt.

Platz 31: ยปKarmaยซ โ€“ Anxhela Peristeri (Albanien๐Ÿ‡ฆ๐Ÿ‡ฑ)

Wie immer war das Land seeeeehr frรผh mit seinem Vorentscheid dran und lรคutete die diesjรคhrige ESCโ€‘Saison ein.๐Ÿฅบ Auch sonst handelt es sich bei ยปKarmaยซ um einen typischen albanischen Beitrag: Eine traditionell anmutende Melodie, eine epische Instrumentierung, eine starke weibliche Stimme von Anxhela Peristeri โ€“ das alles verpackt in einen Song, der zwar nicht schlecht oder langweilig ist, mich aber auch nicht richtig โ€žcatchtโ€œ.๐Ÿ™๐Ÿ˜Œ

Edit: Am ersten Mรคrz wurde ein Revamp („Erneuerung“) des Songs verรถffentlicht. Diese Version beinhaltet moderne und spannende Klรคnge und wertet das Original um einiges auf! Das gefรคllt mir gut.

Platz 32: ยปThe Rideยซ โ€“ RAFAล (Polen ๐Ÿ‡ต๐Ÿ‡ฑ)

Polen ist in Eurovision mit Ausnahme weniger Songs (wie Michaล‚ Szpaks „Color Of Your Life“) ein von Pechstrรคhnen heimgesuchtes Land: Nur selten gelingt den Kandidat*innen der Sprung ins groรŸe Finale. Lange hat sich der zustรคndige Fernsehsender bedeckt, bis der polnische Sรคnger Rafaล‚ Brzozowski als diesjรคhriger Kandidat bekannt gegeben wurde.

Neben dem zu dominanten Autotune-Effekt auf dem Gesang tut „The Ride“ klanglich niemandem weh und Teile des Chorus bleiben beim Hรถren sogar hรคngen. Dennoch klingt der Song von der ersten Sekunde an uninspiriert und abgekuppelt von tausenden Hits, die derzeit das Radio hoch- und runterlaufen. Der Sรคnger hat wenig Charisma, die Inszenierung ist รถde โ€“ und stark angelehnt an die 80er-Jahre-Welle, die die Musikindustrie รผberrollt und momentan von „The Weeknd“ angefรผhrt wird. Insgesamt wird dieser Beitrag beim ESC vermutlich untergehen.

Platz 33: ยปLove Is On My Sideยซ โ€“ The Black Mamba (Portugal๐Ÿ‡ต๐Ÿ‡น)

Portugal genieรŸt mittlerweile in der ESC-Community den Ruf als Geheimtipp: Hรคufig schickt dieses Land Beitrรคge abseits des Pop-Mainstreams zum Wettbewerb und sorgen fรผr innovative und experimentelle Momente am Abend โ€“ so wie der Salvador Sobrals Auftritt, der 2017 ganz Europa verzauberte.

Das portugiesische Fernsehpublikum entschied sich im diesjรคhrigen Vorentscheid fรผr die soulige Liebesballade ยปLove Is On My Sideยซ. Die Performance รผberzeugt durch ihre Schlichtheit und schwarz-weiรŸe ร„sthetik. Der Frontsรคnger von The Black Mamba besitzt eine auรŸergewรถhnliche Stimmfarbe und trรคgt den Song mit beneidenswerter Lรคssigkeit vor.

Der Song bleibt durchweg auf einem sanften Spannungsniveau: Ich bedauere sehr das Ausscheiden von deutlich dynamischeren Beitrรคgen von „Saudade“ und „Dancing In The Stars“. Fรผr den ESC ist dieser Beitrag jedenfalls nicht geschaffen.

Platz 34: ยปYouยซ โ€“ Tornike Kipiani (Georgien ๐Ÿ‡ฌ๐Ÿ‡ช)

Georgien ist berรผhmt-berรผchtigt dafรผr, recht experimentelle Songs in den Wettbewerb zu senden und mit seinen Nischenbeitrรคgen auch hรถchstens ein Nischenpublikum zu erreichen. Der Sรคnger Tornike Kipiani verรถffentlichte im letzten Jahr nach seinem Sieg bei der Talentshow „Georgian Idol“ den ESC-Beitrag „Take Me As I Am“, der mir aufgrund seines rohen und wรผtenden Sounds gut gefiel.

Dementsprechend groรŸ war meine Neugier auf den diesjรคhrigen Beitrag „You“ โ€“ nur, um auf ganzer Linie enttรคuscht zu werden: Der Song ist ein auf drei Minuten gewรคlzter, nichtssagender Liebessong. Es fรผhlt sich an, als wรผrde er Atem fรผr etwas holen, den Ausbruch, den Hรถhepunkt, der einfach nicht eintritt. Immer wiederholt sich die รถde Melodie des Chorus wie das langsam hin und her schaukelnde Boot aus dem Video. Dieser Beitrag ist leider vรถllig ESC-untauglich.

Platz 35: ยปVoy a quedarmeยซ โ€“ Blas Cantรณ (Spanien๐Ÿ‡ช๐Ÿ‡ธ)

Nachdem ich Spaniens Beitrag „Universo“ vom vergangenen Jahr (ganz im Unterschied zu allen anderen) wirklich gerne anhรถrte und mir die Melodie nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte, war der diesjรคhrige Vorentscheid mit den Songs „Memoria“ und dem ausgewรคhlten Track ยปVoy a quedarmeยซ fรผr mich eine herbe Enttรคuschung.

Trotz der stimmlich guten Fรคhigkeiten des Sรคngers Blas Cantรณ kann ich der Ballade nicht viel Positives abgewinnen: Mich kann sie รผberhaupt nicht abholen, die Melodie klingt austauschbar. Der kurze Moment, in dem der Song durch elektronische Beats interessant zu werden scheint, wird schnell wieder durch stereotype und รผberraschungskarge Strophen durchbrochen. Sorry, Spanien, aber mal wieder ist euch dieses Jahr der Platz in den Flop 5 sicher.

Platz 36: ยปThe Lucky Oneยซ โ€“ Uku Suviste (Estland) ๐Ÿ‡ช๐Ÿ‡ช

Nachdem im vergangenen Jahr Estland die eindimensionale und vรถllig belanglose Liebesballade „What Love Is“ ins Rennen schickte โ€“ und sehr wahrscheinlich im letzten Viertel des Semi-Finals hรคngengeblieben wรคre โ€“, entschied sich das Fernsehpublikum im diesjรคhrigen Vorentscheid erneut fรผr den Musiker Uku Suviste.

Glรผcklicherweise fรคllt der Beitrag „The Lucky One“ bedeutend besser und zeitgemรครŸer aus. Dennoch kann ich fรผr mich leider nichts MitreiรŸendes, kein Alleinstellungsmerkmal in diesem Song entdecken. Inmitten vieler bunter, schriller und bedeutend spannenderer Acts wird der estlรคndische vermutlich nicht herausstechen.

Platz 37: ยปAmenยซ โ€“ Vincent Bueno (ร–sterreich ๐Ÿ‡ฆ๐Ÿ‡น)

ร–sterreichische Beitrรคge sind immer so eine Sache โ€“ entweder sie kommen extrem gut an (wie Conchitas phรคnomenaler Sieg 2014 oder der Jury-Liebling Cesรกr Sampson 2018) oder sie erhalten keine positive Resonanz vom ESC-Publikum (wie Pร†NDAs „Limits“ 2019).

Wie es wohl dieses Jahr fรผr unser Nachbarland ausgehen wird? Ich fรผrchte leider, letztere Extreme wird sich bewahrheiten: Der Sรคnger Vincent Bueno prรคsentiert uns mit „Amen“ eine durchweg belanglose und uninteressante Ballade, die sich durch nichts einprรคgt โ€“ und mich emotional nicht erreicht. Auch wenn sein stimmliches Kรถnnen zu mehr fรคhig wรคre: Dieser Beitrag ist fรผr mich unterdurchschnittlich.

Platz 38: ยปHere I Standยซ โ€“ Vasil (Nordmazedonien ๐Ÿ‡ฒ๐Ÿ‡ฐ)

„When the contest was cancelled last year, I was devastated, dreams gone“ โ€“ mit diesen dramatischen Worten beginnt Vasil das Video zu seinem diesjรคhrigen ESC-Beitrag. So, als wรคre gerade ein enger Vertrauter gestorben. Das vorliegende Stรผck habe er mit Trรคnen in den Augen geschrieben, erzรคhlt er.

Seine orchestrale Ballade leidet unter dem Fehlen einer gewissen Struktur, die durch das Stรผck fรผhrt. Ich wartete vergeblich auf den Punkt, in dem der Sรคnger Vasil mich mit seinem Gesang berรผhren kann (und er gibt wirklich alles). „Here I Stand“ ist ein langgezogenes, durch und durch schwerfรคlliges Lied, das sich deutlich lรคnger als drei Minuten anfรผhlt. In der Eurovision-Playlist รผberspringe ich diesen Track konsequent.

DISQUALIFIZIERT: ยปYa Nauchu Tebya (I’ll Teach You)ยซ โ€“ Galasy ZMesta ๐Ÿ‡ง๐Ÿ‡พ

Dieser Beitrag wurde aufgrund seines propagandistischen Inhalts vom Wettbewerb disqualifiziert. „Ya Nauchu Tebya“ hรคtte von mir eine Wertung von 1 Stern erhalten.

Wieso wurde der Song disqualifiziert? โ†’. Siehe dazu den folgenden Artikel: „Politik beim ESC? Belarus droht Disqualifikation: ยปYa Nauchu Tebya (Iโ€™ll Teach You)ยซ โ€“ Galasy ZMesta“ von Johannes Streb

Eurovision Spotify-Playlists:

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