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A Star Is Born

Ein Weltstar und ein international bekannter Schauspieler in seinem Regiedebut vereinen sich in dem kürzlich erschienenen Musicaldrama „A Star Is Born“, der gleichzeitig ein Remake von drei Vorgängern ist, welche jeweils den gleichen Handlungsstoff bedienen. Von den Kritikern sowie vom Publikum hochgelobt, Oscar-Spekulationen werden laut, Attribute wie „einer der besten Filme, die ich je gesehen habe“ werden in Kontext zu vorliegendem Streifen gebracht – ob Bradley Coopers Werk mit Lady Gaga in der Hauptrolle tatsächlich überzeugen kann und welche visuellen und akustischen Eindrücke gewonnen werden können, das erfährst du in der folgenden Rezension.

A Star Is Born

USA 2018, ca. 136 Min, ab 12

Musicalfilm | Liebesfilm | Drama | Komödie

Regie: Bradley Cooper

Main-Cast: Bradley Cooper

Lady Gaga

Sam Elliott

Dave Chappelle

Andrew Dice Clay

Anthony Ramos

Michael J. Harney

Rafi Gavron

Greg Grunberg

Alec Baldwin

Bonnie Somerville

Drehbuch: Eric Roth

Bradley Cooper

Will Fetters

Produktion: Bradley Cooper

Bill Gerber

Todd Phillips

Lynette Howell Taylor

Musik: Bradley Cooper

(u.a.) Lady Gaga

Mark Ronson

Jason Isbell

Lukas Nelson

Kamera: Matthew Libatique

Schnitt: Jay Cassidy

Verleih: Warner Bros Entertainment

(ET: 4.10.2018)

Inhalt:

Der erfahrene Musiker Jackson Maine (Bradley Cooper) entdeckt – und verliebt sich in – die angeschlagene Künstlerin Ally (Lady Gaga). Sie hat ihren Traum als große Sängerin fast aufgegeben, bis Jack sie ins Rampenlicht rückt. Aber selbst als Ally mit ihrer Karriere durchstartet, bricht die persönliche Seite ihrer Beziehung zusammen, als Jack einen ständigen Kampf mit seinen eigenen inneren Dämonen führt.

Rezension:

Der dazugehörige Trailer konnte mich ab der ersten Sekunde dafür begeistern, mir „A Star Is Born“ anzusehen – gleich am Erscheinungsdatum habe ich also das Kino besucht. Gleich zu Beginn, nachdem die Protagonisten kurz vorgestellt werden, reißt der Streifen das Publikum sofort mit. Die Figuren werden geschickt ausgearbeitet, sodass man im Vorhinein nicht viel Input an Hintergrundinformationen über sie bekommt und man so in Echtzeit den Beginn einer neuen Freundschaft und Beziehung miterleben kann. Dadurch fühlte man sich mit den beiden Hauptpersonen stark verbunden.

Diese werden verkörpert von einem überzeugenden und liebenswürdigen Schauspielerensemble, welches mir im Kinosaal teilweise die Luft geraubt hat. Lady Gaga zeigt nach „American Horror Story: Hotel“ einmal mehr, dass mehr kann als „nur“ erstklassige Popmusik. Sie brilliert in ihrer Rolle als ehrlich „echte“ Figur und harmoniert perfekt mit ihrem Leinwandpartner Bradley Cooper. Es schreit nur so nach Auszeichnungen!

„A Star Is Born“ begleitet ein atemberaubender und abwechslungsreicher Soundtrack, der sich einer großen Bandbreite an verschiedenen Musikgenres bedient und auch jetzt noch in meiner Anlage hoch und runter läuft. Die Musik ist in dem vorliegenden Film der überwiegende Eindruck, der danach hängen bleibt. Hier werden dem Zuschauer intensive und immens starke Konzertsequenzen präsentiert, die mehr als nur einmal für echte Gänsehaut und Bannung sorgen. Die kraftvolle Stimme von Lady Gaga sowie der raue Ton von Bradley Cooper, der wie ein Mann klingt, der schon viel in seinem Leben durchmachen musste, fließen wie zwei Bäche ineinander und ergeben eine magisch glitzernde Oberfläche, die dem Publikum direkt ins Herz geht.

Handwerklich gibt es an dem Film nichts auszusetzen. Positiv fällt auf, wie gekonnt einige Szenen inszeniert und durch die Kamera eingefangen werden. Verschiedene Stilmittel, wie beispielsweise das Entfernen von Musik, welches ein Gefühl der Isolation auslöst, werden gut dosiert eingesetzt. Auch der Fakt, dass auf Wunsch von Lady Gaga alle Lieder des Soundtracks während des Filmens live aufgeführt wurden, stößt bei mir ausschließlich auf Zustimmung.

Die Handlung ist glücklicherweise über weite Strecken hinweg recht unvorhersehbar, sodass hier den gewöhnlichen Zuschauer die eine oder andere Überraschung erwarten könnte. Im letzten Drittel enttarnt der Streifen dann seine wahre, wenn man es genau nimmt aber auch einzige Schwäche: Er stürzt sich auf eine Vielzahl relativ ähnlicher Szenen, die nach dem so rasanten Tempo der vergangenen Minuten fast schon langatmige Wirkung erzielen. Das hätte sich sicherlich leicht herauskürzen können, ohne den gewünschten Effekt des schockierend-faszinierenden Endes zu verschmälern.

Wenn man mich also abschließend fragt, ob ich „A Star Is Born“ weiterempfehlen kann, dann sollte die Antwort nur unschwer der obigen Besprechung zu entnehmen sein. Ich bin völlig hypnotisiert aus dem Kinosaal getaumelt und der Film sollte mich auch noch Tage später beschäftigen. Tatsächlich kann ich es nicht erwarten, den Film ein zweites Mal zu sehen, da er mir so unglaublich gut gefallen hat.

Fazit und Wertung:

„A Star Is Born“ ist intensives und ehrliches Gefühlskino, wie man es schon lange nicht mehr im Kino erlebt hat. Ein abwechslungsreicher Soundtrack, überwältigende Schauspieler und ein unvergesslicher Look machen den Film zu einem absoluten Muss.

Sehr gerne vergebe ich hier fünf von fünf möglichen Sternen.

Genrewertung: 9,5 von 10 Punkten

Gesamtwertung: 9 von 10 Punkten

Hinweis: Die Rechte an den verwendeten Bildern liegen bei Warner Bros. Entertainment.

#Musical #Liebesfilm #Drama #Komödie

Johannes Streb

Die Begeisterung für die Medienwelt begeistert mich schon seit meiner Kindheit: immer die Nase in einem Buch, einen Kopfhörer im Ohr, die Finger auf den Tasten. Seit mehreren Jahren nun führe ich den Blog "Der Medienblogger", auf dem ich bereits über 300 Rezensionen zu Buch, Film und Serie veröffentlicht habe. Dieses Jahr startete ich mit einer Schweizer Bloggerin den Podcast "findichauch." als feuilletonistischen Dialog über zeitgenössische Literatur. Zudem spiele ich leidenschaftlich Theater und bin großer Fan von Lady Gaga und dem Eurovision Song Contest.

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