Startseite » Die Tribute von Panem

Die Tribute von Panem

Informationen:

„Die Tribute von Panem“ (Filmreihe)

– The Hunger Games (ca. 142 Minuten)

– Catching Fire (ca. 146 Minuten)

– Mockingjay Part I (ca. 123 Minuten)

– Mockingjay Part II (ca. 138 Minuten)

Genre: Action, Abenteuer, Science-Fiction, Romantik

Schauspieler: Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson,

Liam Hemsworth, Woody Harrelson, Donald Sutherland

FSK: ab 12 Jahren freigegeben

Produktionsland: USA

Regie: Gary Ross (Teil 1), Francis Lawrence (Teil 2-3.2)

Musik: James Newton Howard

Studio: Lionsgate

Bewertung: 5/5 Sterne


Beschreibung:

Im Mittelpunkt stehen Katniss Everdeen und die Geschichte ihres Wegs von einem jungen Mädchen, das zunächst nur sich und ihre Familie retten will, über eine widerwillige Rebellenheldin hin zu einer zu allem entschlossenen Anführerin. Zusammen mit ihren Gefährten Gale und Peeta kämpft sie für eine gerechte Gesellschaft und die Befreiung vom tyrannischen Kapitol um Präsident Snow.


Meine Meinung:

Ich möchte in dieser Rezension zuerst über die Filmreihe im Allgemeinen reden und dann auf jeden einzelnen Film eingehen.

„Die Tribute von Panem“ gehört, um das vorwegzunehmen, zu meinen absoluten Lieblingsbuch- und filmreihen. Wer also hier eine wirkliche Rezension im wahrsten Sinne erwartet (mit konstruktiver Kritik), der ist hier höchstwahrscheinlich falsch, denn das, was jetzt folgt, gleicht eher einer Laudatio oder Lobeshymne anstatt einer waschechten Rezension.

Um ehrlich zu sein, und das unterscheidet wie so vieles diese von allen anderen Rezensionen, weiß ich nicht, wo ich hier anfangen soll. „Die Tribute von Panem“ ist ein solch komplexes, vielschichtiges, weitreichendes und überwältigendes Werk, bei dem man so viel ansprechen könnte, dass ich ein wenig überfordert bin, diese Punkte in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen.

Die Hauptfiguren können bei „Die Tribute von Panem“ von vorne bis hinten überzeugen. Die Charaktere, die in den Büchern beschrieben wurden, sind meiner Meinung nach perfekt getroffen. So ist Jennifer Lawrence die absolut optimale Besetzung für Katniss Everdeen und hat sich über die vier Filme zu meiner Lieblingsschauspielerin etabliert, was an mehreren Faktoren liegt. Sie schafft es meisterhaft, die Rolle der starken, selbstbewussten Katniss zu spielen und wirkt dabei unfassbar glaubhaft. Sie kann durch ihre natürliche und emotionale Art überzeugen und schafft es mit allen ihren Mitteln, den Zuschauer mitzureißen. Dabei macht sie über die vier Filme hinweg eine unglaubliche Veränderung mit, und interpretiert und stellt die innere Zerrissenheit der Protagonistin v.a. in den letzten Filmen bravourös dar. Auch die anderen Schauspieler sind mehr als nur erwähnenswert und schmiegen sich perfekt in ihre Persönlichkeiten ein und arbeiten jeder seinen eigenen Stil und seine eigenen Charaktermerkmale heraus.

Die Geschichte rund um „Die Tribute von Panem“ ist, wie bereits eingehend erwähnt, so vielschichtig und komplex wie kein zweites Werk. Es vermischen sich so viele sozialkritische und wichtig anzusprechende und lehrreiche Punkte, die so nah an unserer Gesellschaft liegen, dass es erschreckend ist, ohne dabei zu überdröhnt und unnötig kompliziert zu wirken. Es ist spannend zu beobachten, wie sich aus dem Mädchen, das von Anfang an nur ihre Familie retten möchte, eine Kriegsheldin und Rebellionsanführerin entwickelt, die für das unterdrückte Volk eine Hoffnungsträgerin ist. Dabei kommen unglaublich viele Handlungsstränge zueinander, aber nicht zu viele, dass der Zuschauer den Überblick verliert. So gibt es den größten Strang von Katniss, die sich gegen das diktatorische System auflehnt, aber auch noch eine Liebesgeschichte nebenbei, die nie auch nur ansatzweise aufgesetzt wirkt, sondern mit dem emotionalen, inneren Zustand der Protagonisten angepasst ist. Dabei schlägt diese Filmreihe sehr skeptische Töne gegenüber den Medien an und greift die auch für die Schule sehr wichtigen Themen Diktatur, Propaganda, Manipulierung, Gedankenwäsche, politische Meinungen und ihre Auswirkungen, Rebellionen, Einsetzung für das eigene Wohl, Selbstlosigkeit, Liebe seiner Familie gegenüber auf. Die Filme arbeiten sehr gut den Unterschied zwischen den bettelarmen, am Hungertuch nagenden Distrikten und dem skurrilen, überreichen, verwöhnten, über alles herrschendem Kapitol heraus. Dass die Bewohner von den Medien so überrollt werden, dass sie sich an barbarischen Gladiatorenspielen, bei denen unschuldige Menschen sich gegenseitig ermorden müssen, erfreuen und ihre Favoriten anfeuern. Dabei finde ich auch die Art und Weise, wie sich Katniss Everdeen in „Die Tribute von Panem“ zu einem Hoffnungsträger etabliert, erwähnenswert, als „das Mädchen, das in Flammen steht“. Diese Filmreihe lebt nicht nur von ihrer zwar vorhandenen brachialen Action, sondern von vielen emotionalen Sequenzen, in denen ich immer wieder Gänsehaut bekomme. Auch gibt es immer wieder starke Dialoge, die man vollkommen durchblicken muss, um sich nicht zu langweilen. „Die Tribute von Panem“ nimmt sich Zeit für die Zuschauer, um sie in diese fern scheinende, futuristische Welt einzuführen, die aber meiner Meinung nach doch näher an der Realität ist, als viele von uns glauben, ohne dass es sich anfühlt, als wären die Filme zu lang. Und kommen wir zu einem nächsten, sehr großen positiven Aspekt: „Die Tribute von Panem“ ist eine der besten Buchverfilmungen, die ich kenne. Natürlich lassen sich nicht alle Seiten aus 400-Seiten-Büchern getreu verfilmen, aber so schaffen es die Filme meisterhaft, die düstere Atmosphäre und die starken, aber mit der Zeit innerlich „kaputt gehenden“ Protagonisten aufzufangen und die Bücher in bombastische, mitreißende Filme zu verwandeln. Die Geschichte im Allgemeinen hat mich in der Trilogie (in den Büchern) unglaublich mitgerissen, überwältigt und mitgenommen und die Filme fangen diese Atmosphäre perfekt ein und schaffen es, durch so unglaublich viele Aspekte zu einer grandiosen Buchverfilmung, die die Vielschichtigkeit und die Komplexität dieser Werke voll und ganz trifft und sich von Film zu Film steigert.

Auch die Musik schafft es, diese einerseits bombastische, überwältigende Seite von „Die Tribute von Panem“ und andererseits die vielen ruhigen, berührenden Sequenzen zu untermalen. Durch tolle, auch manchmal wiederkehrende Motive unterstützt James Newton Howard die Vielschichtigkeit von dieser Reihe. So kehrt das eigentliche Thema der „Tribute von Panem“ immer wieder, an vielen emotionalen, starken Sequenzen, an denen ich oftmals Gänsehaut bekomme. Wer kennt bitte nicht die grandiose Stelle des Songs „The Hanging Tree“, der weltweit als erster Filmsong mehrere Wochen sich auf Platz 1 der Charts hielt? Solche Szenen machen für mich „Die Tribute von Panem“ aus, die vor Energie und Stärke, die die Menschen gegen das Kapitol aufbringen, nur so sprühen, und sich auf den Zuschauer übertragen lassen, dass man am liebsten auch etwas dazu beitragen würde.

Auch die Settings und die visuellen Effekte können mich von vorne bis hinten überzeugen. V.a. das Endbild des zweiten Teils, „Catching Fire“, ist atemberaubend und auch im letzten Teil sind die Actionszenen hervorragend inszeniert, so wie in den übrigen Teilen genauso. Das Kapitol kann mit seiner Mächtigkeit, die Distrikte durch ihre Armut, Distrikt 13 durch seine Simplizität, aber auch seiner schieren Größe überzeugen.

Das Drehbuch ist ebenfalls sehr stark, es gibt v.a. in den letzten beiden Teilen unglaublich viele starke Dialoge, auf die man sich einlassen muss, um sie voll zu durchblicken. Diese sind nie zu lang, um langweilig zu werden, und machen ebenfalls ein Schachzug des Krieges aus. Auch die vielen Reden von den verschiedenen Anführern schaffen es, den Zuschauer mitzureißen und zu überzeugen.

Alle Teile haben einen gut gesetzten Spannungsbogen. So funktioniert jeder Teil für sich gut als Film, was mich überzeugen konnte. Dabei setzen die Filme nicht nur auf brachiale, actiongeladene und brutale Spannung – die sehr wohl auch auftaucht – , sondern vor allem in „Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil I“ und wenn es um das Kapitol, Präsident Snow und seine skrupellosen Methoden geht, auf die psychische Spannung.

Was mich gleich zum nächsten Punkt dieser schier endlosen Liste an Faktoren, die für diese Reihe sprechen, bringt: „Die Tribute von Panem“ vermischt so viele unterschiedliche Genre miteinander, ohne dabei zu wirken, als könne es sich nicht entscheiden oder wäre zu überladen, sondern liegt einfach an der Tatsache, dass dieses komplexe Werk sich im Laufe auch verändert und die Genre wechselt, da sich das Szenario immer wieder wechselt: von der diktatorischen Herrschaft über den Aufstand und die Revolution bis hin zum totalen Krieg. Dabei werden die Genre Action, Spannung, Kriegsfilm, Psychothriller, Liebesfilm und Drama ineinander vermischt, und heraus kommt: „Die Tribute von Panem“. Wer hätte es gedacht? 🙂

Ihr seht schon, dieses riesige, überwältigende Werk kann mich von vorne bis hinten einfach nur begeistern und ich kann die Gefühle, die ich mit „Die Tribute von Panem“ verbinde, schon fast nicht mehr in Worte fassen.

Nachdem ich mich nun mit dem Gesamtwerk beschäftigt habe, möchte ich noch kurz auf die einzelnen Filme eingehen, bevor ich zu meinem Fazit komme, das – und so viel kann ich euch jetzt schon verraten – nicht schlecht ausfallen wird.

— Achtung! Die nachfolgenden Abschnitte könnten unter Umständen kleine, aber nicht ausschlaggebende Spoiler erhalten! Wer sich aber komplett überraschen lassen will, sollte hier nicht weiterlesen! —

„Die Tribute von Panem – The Hunger Games“

Laufzeit: ca. 142 Minuten, FSK: ab 12 Jahren freigegeben, Erscheinungsjahr 2012, Preis (DVD): 6,79€

Beschreibung:

In einer nicht allzu fernen Zukunft: Aus dem zerstörten Nordamerika ist der Staat Panem entstanden, das Kapitol regiert das ums Überleben kämpfende Volk mit eiserner Hand. Um seine Macht zu demonstrieren, veranstaltet das Regime jedes Jahr die grausamen „Hungerspiele“: 24 Jugendliche, je ein Mädchen und ein Junge aus Panems zwölf Distrikten, müssen in einem modernen Gladiatorenkampf antreten, den nur einer von ihnen überleben darf. Als ihre kleine Schwester Prim für die Spiele ausgelost wird, nimmt die 16-jährige Katniss freiwillig ihren Platz ein. Der zweite Kandidat aus Katniss` Distrikt ist Peeta, der ihr schon einmal das Leben gerettet hat und ihr kurz vor den Spielen seine Liebe gesteht. Doch das Kapitol macht sie zu Todfeinden. Katniss muss lernen auf ihre Instinkte zu hören: Ist Überleben wichtiger als Menschlichkeit und wiegt das eigene Leben mehr als die Liebe?

Meine Meinung:

Der erste Film dieser Reihe, „The Hunger Games“, schafft es sehr gut, den Zuschauer in Panems politisches System einzuführen und ihm die barbarischen Hungerspiele zu erklären. Dabei fängt der Film, wie bereits oben erwähnt, den krassen Kontrast zwischen dem reichen Kapitol und den armen Distrikten ein. Der Zuschauer akzeptiert die Protagonistin sofort, welche für Selbstlosigkeit und Zuneigung zur Familie steht. Man bemerkt sofort ihre rebellische Ader und ihren großen Mut, und Jennifer Lawrence gelingt es wunderbar, diese starke Persönlichkeit darzustellen. Der Film ist zu keiner Sekunde langweilig und man steigt sofort ins Geschehen ein und ist seit der ersten Sekunde gefesselt. Die schauspielerische Leistung ist wie in allen Filmen brillant. Der Film fängt die verschiedenen Gefühle der unterschiedlichen Charaktere sehr gut ein. Man erfährt als Zuschauer im vollen Umfang die erschreckende Grausamkeit der Hungerspiele, da Regisseur Gary Ross keineswegs vor Brutalität scheut und kein glattgebügelter FSK-12-Jugendfilm daraus entstanden ist, sondern die ganze Reihe für eine ausgegebene „Jugendreihe“ doch recht brutal ist, was mich aber nicht im Geringsten stört, im Gegenteil. Ich finde es toll, dass die Filme diese düstere Atmosphäre einfangen können. Auch das Finale ist super spannend, und macht Lust auf die nächsten Teile, da man schon einen kleinen Happen von Sachen Rebellion erfährt. Einziges, kleines Manko ist die an manchen Stellen doch zu hektische Kameraführung, die auch an unsinnigsten Stellen verwendet wird, bei den Hungerspielen meiner Meinung nach absolut Sinn macht.

Bewertung:

Genrewertung: 10/10

Gesamtwertung: 10/10

„Die Tribute von Panem – Catching Fire“
Laufzeit: ca. 146 Minuten, FSK: ab 12 Jahren freigegeben, Erscheinungsjahr: 2013, Preis (DVD): 6,99€

Beschreibung:

Katniss und Peeta haben die Hungerspiele überlebt. Doch viel mehr: Sie haben dem mächtigen Kapitol die Stirn geboten. Ihr

Beispiel ermutigt die unterdrückte Bevölkerung in den Distrikten zur Rebellion gegen das Regime. Doch dann ändert Präsident Snow kurzerhand die Spielregeln und lässt alle bisherigen Gewinner bei den anstehenden Hungerspielen noch einmal gegeneinander antreten. Auch Katniss und Peeta werden in die Arena geschickt und müssen sich erneut dem Kampf ums Überleben stellen. Und langsam wird ihnen klar, dass sie in Wirklichkeit Teil eines viel größeren Plans sind…

Meine Meinung:

Der zweite Film ist besonders durch die Tatsache packend, dass der Zuschauer nun den Beginn der Revolution erfährt. Dabei kommen v.a. in der ersten Hälfte besonders emotionale, bewegende Szenen vor, in denen sich einzelne Kämpfer gegen das System auflehnen. Präsident Snow zeigt ebenfalls, zwar noch nicht im vollen Umfang, seine Skrupellosigkeit und seine diktatorische Übermacht, mit der er jeden Gegenwind, der das System einzustürzen droht, wie eine kleine, lästige Fliege zerquetschen will und Katniss droht und ihr zeigen möchte, dass er trotz ihrer Handlung am Ende des ersten Films die Oberhand hat. Die Wendung zu Mitte des Films ist meiner Meinung nach sehr geschickt gemacht und zeigt in Teilen die Methoden des Kapitols, jeglichen Widerstand zu unterdrücken. Diese Ansätze der wirklichen Rebellion und die vergeblichen Versuche, diese zu unterdrücken, machen „Catching Fire“ für mich besonders sehenswert. Dadurch legt der zweite Teil auch deutlich an Emotionen zu, und die Protagonistin wird auch immer mehr in die Ecke gedrängt und steht nun zwischen zwei Ebenen, wenn sie sich entscheiden muss für die Revolution oder die Ergebung. Das Schlussbild des zweiten Films ist atemberaubend und der gemeine Cliffhanger am Schluss haben mir damals das Warten auf den nächsten Teil fast unmöglich gemacht, sodass ich die darauffolgenden Filme mit wachsendem Hype erwartet habe.

Bewertung:

Genrewertung: 10/10

Gesamtwertung: 10/10

„Die Tribute von Panem – Mockingjay Part I“

Laufzeit: ca. 123 Minuten, FSK: ab 12 Jahren freigegeben, Erscheinungsjahr: 2014, Preis (DVD): 7,19€

Beschreibung:

Katniss Everdeen konnte von den Rebellen aus der Arena gerettet und in dem zerstört geglaubten Distrikt 13 in Sicherheit gebracht werden. Für die unterdrückte Gesellschaft wird sie zum Symbol des Aufstands gegen das Kapitol. Als der Krieg ausbricht, der das Schicksal Panems für immer bestimmen wird, muss Katniss sich entscheiden: Kann sie den Rebellen rund um Präsidentin Coin trauen? Und was kann sie tun, um Peeta aus den Fängen des Kapitols zu retten und Panem in eine bessere Zukunft zu führen?

Meine Meinung:

Das ist wohl der umstrittenste Teil der Reihe. Entweder man liebt oder man hasst ihn. Dreimal dürft ihr raten, was ich wohl tue. Es gibt die zwei Möglichkeiten: Man findet diesen Film langweilig oder genial. Das, was den meisten Menschen wahrscheinlich nicht gefällt, sind die vielen Dialoge. Das sind jedoch die, die meiner Meinung nach den Film entscheiden und so besonders, aber auch anders als die vorherigen Teile machen. Dieser Film legt nicht so viel Wert auf brachiale Action, sondern auf ruhige, psychische Spannung. Es ist erschreckend, mit anzusehen, wie sich die Protagonistin lieber umbringen möchte als weiter zu leben, zeigt andererseits auch die Tatsache, wie kaputt sie innerlich das Kapitol gemacht hat. Und das ist das Geniale an diesem Film: die ruhige, bedrohliche Spannung, die herankriechende Angst vor dem großen Sturm. Das macht „Mockingjay Part I“ zu einem unglaublich heftig spannendem Film, den ich schwachen Nerven nicht empfehlen würde. Denn dieses Action-SciFi-Franchise hat sich langsam, aber stetig in einen düsteren Kriegsfilm verwandelt. Und ich leugne nicht, dass das für manche Jugendliche ab 12 Jahren wahrscheinlich kein empfehlenswerter Film ist, der auch nicht, wie die anderen Teile, für die breite Masse etwas taugt und in meinen Augen trotzdem ein absolutes Meisterwerk ist. Es ist kein gewöhnlicher Blockbuster, obwohl sehr viel Budget in diesem Teil steckt. Vor allem in diesem Teil großes Lob an Jennifer Lawrence (Katniss), Josh Hutcherson (Peeta) und Donald Sutherland (Präsident Snow). Ebenfalls an die Szenenbildner für das simple, aber unglaublich große Areal von Distrikt 13. Es ist ebenfalls sehr spannend, wie sich die Meinungen mancher Menschen durch Manipulation anderer über die Teile hinweg geändert haben. „Mockingjay Teil I“ ist ein besonders heftiger, emotionaler, gleichzeitig aber auch erschreckend ruhiger Film, der nichts für schwache Nerven ist.

Bewertung:

Genrewertung: 10/10

Gesamtwertung: 10/10

„Die Tribute von Panem – Mockingjay Part II“

Laufzeit: ca. 138 Minuten, FSK: ab 12 Jahren freigegeben, Erscheinungsdatum: 2015, Preis (DVD): 12,99€

Beschreibung:

Nachdem sie zum Gesicht der Rebellion erklärt wurde, führt Katniss Everdeen die einzelnen Distrikte von Panem in den Kampf gegen das tyrannische System. Nur wenn der Aufstand gegen das Kapitol gelingt, kann es eine Zukunft für Katniss und Peeta geben.

Meine Meinung:

Wie lange habe ich auf das große Finale der „Die Tribute von Panem“-Saga hingefiebert! Und dieser Film hat mich nicht enttäuscht. So schlägt der Film zu Beginn noch düstere, aber ruhige Töne wie sein Vorgänger an, legt aber in der zweiten Hälfte mit bombastischer, knallharter Action voll los, so wie es sich für ein würdiges Ende dieser Saga gehört. Dabei lässt er zwar einige Schrecklichkeiten der Bücher weg, was aber an sich nicht weiter schlimm ist, da er die Grundatmosphäre des Buches voll trifft, und der Film sonst sicherlich ab 16 bzw. 18 Jahren freigegeben worden wäre, wo er doch jetzt schon so knapp am FSK 16 vorbeigeschrammt ist. Die Wendung am Ende wurde sehr gut umgesetzt und auch in diesem Film untermalt James Newton Howard den Film mit passender Musik, ohne zu überdrehte Töne zu verwenden. „Mockingjay Part II“ ist ein in allen Aspekten überzeugendes Finale dieser atemberaubenden Saga und er löst alle offenen Fragen auf, lässt jedoch noch Platz für Interpretationen übrig. Er bringt diesen schrecklichen Krieg würdig zu Ende, ohne dabei an Schrecklichkeiten zu sparen. Spannend ist es ebenfalls, mitzuerleben, wie verschiedene Menschen hinter ihrer Fassade denken, um ihre Ziele erreichen zu können und zu der schrecklichen Erkenntnis zu Ende zu gelangen, dass die Menschen aus diesem Teufelskreis nie heraus kommen werden. Das Ende wird jeden beschäftigen und in seinen Bann schlagen, denn die Erkenntnis, die die Protagonisten zum Schluss erlangen, ist schrecklich und doch so glaubhaft, da er der menschlichen Identität und dem Aufbau unserer Gesellschaft voll entspricht und daher wirklich die kritischen Beäugungen unserer Gesellschaft in vielen Aspekten toll zu Ende bringt und dem Zuschauer viele Fragen gegen den Kopf wirft, ob unsere Welt wirklich so perfekt ist, mal ganz abgesehen von all den Kriegen. Dieser Film hat es in sich. Wahnsinn!

Bewertung:

Genrewertung: 10/10

Gesamtwertung: 10/10


Fazit:

„Die Tribute von Panem“ ist ein nachhaltig beeindruckendes Werk, von vorne bis hinten. Es hat mich voll in seinen Bann geschlagen und ich übertreibe nicht mit der Behauptung, dass dies ein absolutes Meisterwerk ist und nicht mehr und nicht weniger als die volle Punktzahl in jeglichen Aspekten von mir bekommt. Hut ab!


Bewertung:

Genrewertung: (10+10+10+10):4 = 10 Punkte

Gesamtwertung: (10+10+10+10):4 = 10 Punkte

#Action #ScienceFiction #Abenteuer

Johannes Streb

Die Begeisterung für die Medienwelt begeistert mich schon seit meiner Kindheit: immer die Nase in einem Buch, einen Kopfhörer im Ohr, die Finger auf den Tasten. Seit mehreren Jahren nun führe ich den Blog "Der Medienblogger", auf dem ich bereits über 300 Rezensionen zu Buch, Film und Serie veröffentlicht habe. Dieses Jahr startete ich mit einer Schweizer Bloggerin den Podcast "findichauch." als feuilletonistischen Dialog über zeitgenössische Literatur. Zudem spiele ich leidenschaftlich Theater und bin großer Fan von Lady Gaga und dem Eurovision Song Contest.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zurück nach oben