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To All The Boys I’ve Loved Before

Gut einen Monat vor Verfassungsdatum der vorliegenden Rezension habe ich die Buchvorlage des im Folgenden zu besprechenden Jugendfilms gelesen und mit vier Sternen für sehr lesenswert empfunden. Aus diesem Grund freute ich mich auf die Verfilmung des Werkes, welche durch den Streaming-Dienst Netflix veröffentlicht wurde. Wie mir der frisch erschienene Streifen gefallen hat und wie nahe er seiner Vorlage kommt, das erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

To All The Boys I’ve Loved Before

USA 2018, 99 Min, ab 6 Jahren empfohlen, Netflix-Produktion

Komödie | Liebesfilm | Jugendfilm

Main-Cast:

Lana Condor (Lara Jean Covey)

Noah Centineo (Peter Kavinsky)

Israel Broussard (Josh Sanderson)

Trezzo Mahoro (Lucas James)

King Bach (Greg Rivera)

Joey Pacheco (Owen Kavinsky)

Janel Parrish (Margot Covey)

Anna Cathcart (Katherine „Kitty“ Covey)

Madeleine Arthur (Chris)

Regie:

Susan Johnson

Autoren:

Jenny Han (Buchvorlage)

Sofia Alvarez (Drehbuch)

Produktion:

Brian Robbins

James Lassiter

Will Smith

Matthew Kaplan

Musik:

Joe Wong

Kamera:

Michael Fimognari

Schnitt:

Phillip J. Bartell

Joe Klotz

Inhalt:

In der Liebe hat es für Lara Jean Covey bislang einfach nicht funktioniert und so war sie stets gezwungen, die Jungs ihrer Begierde eher aus der Ferne anzuschmachten. In insgesamt fünf junge Männer hatte sie sich mal verguckt, denen sie jeweils intime Liebesbriefe gewidmet hat – und die eigentlich nur für ihre eigenen Augen bestimmt waren. Eines Tages jedoch gerät alles außer Kontrolle, als eben genau diese Briefe an ihre eigentlichen Adressaten geschickt werden. Wer war das? Und warum? Lara hat aber schnell ganz andere Sorgen, denn nacheinander kommen die Burschen auf sie wieder zu. Das Chaos ist perfekt!

Rezension:

Glücklicherweise kann ich nach Beendigung des Filmwerks bestätigen, dass „To All The Boys I’ve Loved Before“ seiner literarischen Vorlage erstaunlich nah kommt. Die locker-lebendige Atmosphäre, die Jenny Han, die Autorin des Buches, gelungen aufzubauen wusste, wird von Regisseurin Susan Johnson genauso überzeugend eingebaut.

Das schauspielerische Ensemble kann in dem Film begeistern. Tatsächlich verkörpern die Akteure ihre Figuren auf einer sehr ähnlichen Ebene, wie ich sie mir vorgestellt habe, und ich mich sonals Zuschauer gut mit ihnen identifizieren und anfreunden konnte. Lana Condor haucht ihrer Figur Lara Jean Leben ein und kann auf ihre introvertierte, aber schräg-lustige Art, wie wir sie schon aus dem Buch kennen, betören. Auch Noah Centineo als der Schönling Peter Kavinsky kann, und an dieser Stelle gehen mir langsam die Synonyme aus, überzeugen und ist ein sympathischer Charakter, den man gerne an der Seite unserer Hauptfigur sieht.

Die Handlung mag weder großartig noch hochkaratig spannend sein, aber das erwartet man bei einem solchen Film auch nicht. Die Erwartungshaltung, die ich nach dem dazugehörigen Trailer und eben nach Beendigung des Buches, an den Film hatte, wurde nicht enttäuscht. Mit „To All The Boys I’ve Loved Before“ bekommen die Fans des Werkes genau das, was sie in einer Verfilmung verdient haben.

Es gibt viele Figuren oder Dialoge, die das Werk unwiderstehlich sympathisch machen – und genau dieser zwar von Kitsch verklebte, aber rundum lebendige und fröhliche Eindruck bleibt nach dem Film hängen. Nie wird zu viel Tiefgang erschaffen, sondern macht sich der Film selbst das Ziel, kurzweilig zu unterhalten und eine romantisch-komödiantische Handlung zu erzählen – und das schafft er auch.

Schön ist es, die Figurenentwicklung der Protagonistin mit anzusehen. Wie sie sich selbst ihrer Umgebung hin öffnet, weil sie sich wohl in ihrem Leben fühlt, das hat schon etwas Beispielgebendes. Die Message, die unterschwellig im Film mitschwingt, ist: „Nutze dein Leben und verstecke dich nicht!“.

Untermalt wird das Szenario von modernen, aber nicht allzu bekannten Popsongs, die sich angenehm in den Hintergrund eingliedern und eine untermalende Wirkung haben. Zu der deutschen Synchronisation kann ich an dieser Stelle kein Urteil fällen, da ich mir den Film in der originalen englischen Version zu Gemüte geführt habe.

Wenn man mich also abschließend fragt, ob ich den Film weiterempfehlen kann, dann spreche ich hier getrost – sowohl für die Fans des Buches als auch für die, die das Buch davor noch überhaupt nicht kannten, sich vom Inhalt jedoch angesprochen fühlen – ein „Ja“ aus.

Fazit:

„To All The Boys I’ve Loved Before“ ist genau das, was ich mir von ihm erwünscht und erhofft habe – ein sympathischer Teenie-Film, der seiner Buchvorlage gerecht wird.

Aus diesem Grund vergebe ich dieselbe Wertung wie auch der Vorlage: vier von fünf Sternen.

Genrewertung: 8 von 10 Punkten

Gesamtwertung: 7,5 von 10 Punkten

Alle Rechte an den in diesem Beitrag verwendeten Bildmaterialien liegen bei Netflix.

#Liebeskomödie #Komödie #Liebesfilm #Jugendfilm

Johannes Streb

Die Begeisterung für die Medienwelt begeistert mich schon seit meiner Kindheit: immer die Nase in einem Buch, einen Kopfhörer im Ohr, die Finger auf den Tasten. Seit mehreren Jahren nun führe ich den Blog "Der Medienblogger", auf dem ich bereits über 300 Rezensionen zu Buch, Film und Serie veröffentlicht habe. Dieses Jahr startete ich mit einer Schweizer Bloggerin den Podcast "findichauch." als feuilletonistischen Dialog über zeitgenössische Literatur. Zudem spiele ich leidenschaftlich Theater und bin großer Fan von Lady Gaga und dem Eurovision Song Contest.

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