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American Horror Story: Hotel

Mit atmosphärischen Erzählungen, schauspielerischen Glanzleistungen und einer unverwechselbaren Machart heißen uns die kreativen Köpfe hinter der vielfach ausgezeichneten Serie „American Horror Story“ nun in dem fiktiven mörderischen „Hotel Cortez“ willkommen und erzählen dort eine auf mehreren Ebenen faszinierende Geschichte. Ob auch die fünfte Staffel mit ihren starken Vorgängern mithalten kann und welche weiteren Eindrücke ich bei dem Bewegtmaterial gewonnen habe, das erfährst du in der folgenden Rezension.

American Horror Story: Hotel

USA 2015, Staffel 5, ca. 617 Min, ab 18

Horror | Thriller | Drama | Mystery | Fantasy

Regie:

Ryan Murphy

Bradley Buecker

Michael Goi

Main-Cast:

Kathy Bates (Iris)

Sarah Paulson (Sally McKenna, Billie Dean Howard)

Evan Peters (James Patrick March)

Wes Bentley (John Lowe)

Matt Bomer (Donovan)

Chloë Sevigny (Alex Lowe)

Denis O’Hare (Liz Taylor)

Cheyenne Jackson (Will Drake)

Angela Bassett (Ramona Royale)

Lady Gaga (Elizabeth Johnson)

Drehbuch:

Ryan Murphy

Brad Falchuk

James Wong

Jennifer Salt

Tim Minear

Verleih:

20th Century Fox Home Entertainment

(ET: 13.10.2016)

Format:

DVD, Blu-ray

Inhalt.

Willkommen im Hotel „Cortez“! Hinter jeder Tür der labyrinthischen Räumlichkeiten lauert ein Alptraum-Szenario. Verantwortlich dafür zeigt sich vor allem die Besitzerin „The Countess“, um ihre ungewöhnlichen Gelüste zu stillen. Aber nicht nur die Besitzerin liefert den Stoff für jede Menge Horror-Storys, sondern auch die Hotelgäste selbst – darunter Junkies, Freaks und Filmstar Ramona Royale. Abermals grandios besetzt, weiß auch Staffel 5 wieder zu begeistern. Neben Kathy Bates, Angela Basset, Matt Bomer, Denis O’Hare und Sarah Paulson muss man aber vor allem Lady Gaga hervorheben: für ihre Rolle als „The Countess“ wurde sie mit dem Golden Globe als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet!

Rezension.

Leider muss ich zu Beginn dieser Bewertung anmerken, dass es mir über die ersten einigen Pilotfolgen hinweg ziemlich schwer gefallen ist, mich in der Serie zurechtzufinden. Die Staffel braucht zu lange, um an Fahrt zu gewinnen. Ein doch sehr langatmiger Einstieg hat mich gegenüber „Hotel“ zunächst skeptisch werden lassen.

Nach Überwindung der ersten Enttäuschung schaffen es die Macher dann doch noch, die gewohnt schaurig-böse Atmosphäre aufzubauen und dem Zuschauer mit jeder blutigen Wendung eine Gänsehaut auf den Rücken zu bereiten. Ein Hotel mit Gängen, die ins Nichts verlaufen, mit Schächten, die dafür gebaut wurden, Leichen zu entfernen, und ein Geheimnis, das hinter all dem zu stehen scheint… All das sind schon Elemente, die in einer solchen Erzählung Potenzial besitzen. Durch den Fakt, dass dieses geeignete und schaurige Setting einem ungelogen echten Horrorhaus nachempfunden ist, und die zahlreichen Serienmörder, die in der Handlung vorgestellt werden, überwiegend tatsächlich gelebt haben, lädt „Hotel“ zu einer düsteren Recherche ein, die die Serie in ganz neue Dimensionen hebt. Denn plötzlich ist die Serie nicht nur ein bloßes Fantasiegespinst, sondern hat belegbaren Wahrheitsgehalt. Das macht sie noch ein wenig unheimlicher.

Mit zunehmender Episodenanzahl entfaltet die Staffel eine umfangreiche und interessante Mär, die auf vielerlei Ebenen spannend anzusehen ist. Ein überzeugendes Schauspielerensemble trägt die Handlung mühelos auf den Schultern. Besonders herausstellen möchte ich hier die Leistung von Lady Gaga, welche eine äußerst vielschichtige und undurchschaubare Figur verkörpert und dem Genre eine völlig neue Note verleiht. Anzumerken ist hier jedoch auch das merkliche Fehlen der Akteurin Jessica Lange, welche in den vorangegangenen Szenarien ein Grundbaustein und „das Herz und die Seele“ der Serie war und immer eine überragende Performance abgeliefert hat, an welche Darstellung sich die jeweiligen Staffeln aufgebaut haben.

Eine der Stärken von „American Horror Story“, auch kurz „AHS“ genannt, wird auch in „Hotel“ sichtbar, indem über die zwölf Episoden interessante und überwiegend glaubhafte Figurenentwicklungen zu beobachten sind. Viele der auftretenden Charaktere erweisen sich als liebenswürdig und vielschichtig, sodass es das Herz eines wahren Fans auch nach dieser Staffel zerreißt, weil man sich von ihnen verabschieden muss. Ein nettes, jedoch verwirrendes Crossover zu ,„Coven“ erwartet den Zuschauer ebenfalls.

Wenn man mich also abschließend fragt, ob ich diese Staffel von „American Horror Story“ weiterempfehlen kann, dann ist zum fünften Mal meine Antwort eindeutig „Ja“. Wer Spaß mit den Vorgängern und an dem Entfalten umfangreicher und grausiger Geschichten hat, der sollte sich „Hotel“ nicht entgehen lassen. Jedoch machen sich auch einige unlogisch entwickelte Handlungsstränge bemerkbar, die sich nicht so ganz dem Schema fügen wollen, und führen mich abschließend zu der Tatsache, dass es sich hierbei um die bisher schwächste Staffel des Epos handelt. Nichtsdestotrotz gibt es von meiner Seite eine dicke Empfehlung.

Fazit.

„American Horror Story: Hotel“ ist schaurig-böse Unterhaltung auf hohem Niveau, welches mit tollen schauspielerischen Leistungen und einem atmosphärischen Setting überzeugen kann. Einige Ungereimtheiten, welche aufgekommen sind, verhindern jedoch nicht eine starke Bewertung für vorliegendes Produkt.

Ich vergebe hierfür gerne vier von fünf möglichen Sternen.

Genrewertung: 8,5 von 10 Punkten

Gesamtwertung: 8,5 von 10 Punkten

Hinweis: Die Rechte an den verwendeten Bildern liegen bei 20th Century Fox Home Entertainment.

#Horror #Thriller #Drama #Mystery #Fantasy

Johannes Streb

Die Begeisterung für die Medienwelt begeistert mich schon seit meiner Kindheit: immer die Nase in einem Buch, einen Kopfhörer im Ohr, die Finger auf den Tasten. Seit mehreren Jahren nun führe ich den Blog "Der Medienblogger", auf dem ich bereits über 300 Rezensionen zu Buch, Film und Serie veröffentlicht habe. Dieses Jahr startete ich mit einer Schweizer Bloggerin den Podcast "findichauch." als feuilletonistischen Dialog über zeitgenössische Literatur. Zudem spiele ich leidenschaftlich Theater und bin großer Fan von Lady Gaga und dem Eurovision Song Contest.

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